Wohin kommen alte Stifte oder leere Trinkpäckchen? Viele finden, richtige Mülltrennung gehört zur Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen. Und wo lernt man das? Üben können Sie schon jetzt zuhause.

Mülltrennung für Kids

89 Prozent der Deutschen finden: Das Wissen über richtige Mülltrennung und Recycling gehört zur Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen.

Denn: Wer seinen Abfall richtig trennt, hilft, Klima und wichtige Rohstoffe zu schonen.

Mülltrennung zuhause üben

Die Ferien sind zu Ende? Dann holen Sie Schulranzen oder Schulrucksack aus der Sommerpause. Beim Ausmisten überlegen Sie und ihre Kids gemeinsam: Kommen Reste von Bastelpapier in die Papier- oder in die Gelbe Tonne? Was tun mit ausgetrockneten Stiften? Und wohin mit Abfällen, die im Schulalltag anfallen – vom Trinkpäckchen über Müsliverpackungen bis hin zu Obstschalen? Wetten, dass Ihre Kids das später gut alleine können? Damit nichts schiefgeht, finden Sie hier die wichtigsten Trenn-Tipps für Schulkinder:

Gebrauchte Verpackungen richtig entsorgen

Beginnen wir mit der kinderleichten Grundregel für richtige Mülltrennung: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören ausschließlich leere Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Einzelne Bestandteile wie Deckel oder Schraubverschlüsse sollten Sie voneinander getrennt entsorgen. Das erleichtert das Recycling.

Das heißt also, alle leeren Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundstoffen wie Getränkekartons kommen in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Das sind zum Beispiel ausgetrunkene Trinkpäckchen oder Verpackungen von Müsliriegeln. Vorsicht bei Kunststoffflaschen und Getränkedosen: Seit Juli 2021 wird auf deutlich mehr Getränkeverpackungen Pfand erhoben, zum Beispiel auch für Fruchtsäfte ohne Kohlensäure. Ist also ein Pfandzeichen drauf, gibt es dafür Pfand zurück. Wenn nicht, kommen sie in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Dagegen gehören leere, unbepfandete Glasverpackungen nach Farben sortiert in die passenden Glascontainer.

Schulbrot in der Pause nicht gegessen? Nicht mehr genießbare Brote (ohne Verpackung), Bananenschalen, Obst- oder Gemüsereste können Sie in der Biotonne entsorgen. Übrigens gibt es auch viele Möglichkeiten, Abfälle zu vermeiden: Geben Sie zum Beispiel Ihren Kindern Butterbrote und Getränke in Brotdosen oder Mehrwegflaschen mit.

Wohin mit leeren Klebestifthüllen und Tuben?

Leere Klebestifte oder Klebstofftuben aus Aluminium und Kunststoff sind ebenfalls Verpackungen, gehören also in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Vertrocknete Reste können Sie vorher im Restmüll entsorgen.

Hefte, Pappschachteln, Bastelpapiere & Co.

Umverpackungen und Faltschachteln aus Pappe, zum Beispiel für Buntstifte, oder Kartons kommen ins Altpapier. Dorthin gehören auch vollgeschriebene Schulhefte, Heftumschläge aus Papier, Pappschachteln und -Rohre oder auch Schnipsel von nicht mehr brauchbarem Bastelpapier. Ausgediente Schulbücher können Sie ebenfalls in der Papiertonne entsorgen. Umschläge oder Einbände aus Kunststoff bitte vorher entfernen, sie sind ein Fall für den Restmüll. Das gilt auch für benutzte Papiertaschentücher und verklebte Butterbrottüten.

Kaputte Stifte, Radiergummis und Tintenkiller entsorgen

Ausgediente Bleistifte, Filzstifte, Textmarker, Tintenkiller, leere Tintenpatronen und Radiergummis, kaputte Pinsel, aufgebrauchte Wasserfarben, ausgemusterte Malkästen oder auch nicht mehr brauchbare Büroklammern kommen in den Restmüll. Denn alle diese Dinge sind keine Verpackungen.

Und wohin mit Schulranzen oder Schulrucksäcken?

Ausrangierte Schulranzen oder -Rucksäcke entsorgen Sie im Restmüll – sofern sie dort hineinpassen. Zu große Modelle gehören auf den Sperrmüll. Aber checken Sie Ranzen oder Rucksack vorher: Sind sie gut erhalten, freuen sich zum Beispiel Wohltätigkeitsinitiativen über Ihre Schulranzen-Spende!

Ihre Kids wollen wissen, was mit dem getrennten Abfall passiert? Dann schauen Sie doch mal dieses Video an: „Tobi Krell erklärt die richtige Mülltrennung“.

Noch mehr Infos und Fakten zum Thema Mülltrennung erfahren Sie auf der Website „Mülltrennung wirkt“:

www.muelltrennung-wirkt.de