Sommer & Festivals, das gehört einfach zusammen. Diesmal unbedingt in den Rucksack packen: genug Abfalltüten. Damit vom Festivalspaß nicht nur Abfall übrigbleibt.

Der Sommer ist da! Und damit auch endlich wieder OpenAir-Festivals und Events. Was für Fans eine kleine Auszeit vom Alltag ist, bedeutet für Festival-Organisationen und Locations allerdings tagelanges Aufräumen. Denn oft bleibt danach tonnenweise Abfall zurück.

Überraschend ist: Neben Getränkedosen, Zigarettenkippen, Kunststoffbechern oder Einwegverpackungen für Pizza, Pommes und Co. sind das vor allem ausgediente Zelte. Geschätzt wird, dass in Deutschland rund ein Drittel der Zelte auf dem Festival-Campingplatz einfach stehen bleibt und entsorgt werden muss. Damit vom Festivalspaß nicht nur Abfallberge bleiben, hat die Initiative „Mülltrennung wirkt“ ein paar Tipps für die Mülltrennung beim Festival zusammengestellt.

Verpflegung: Was tun mit Verpackungsabfällen?

Am besten ist, sie fallen so wenig wie möglich an. Müsli, Nüsse und Trockenfrüchte kann man in Snackboxen von zu Hause mitnehmen. Und Sandwiches, Nudel-, Reis-, oder Couscous-Salate in einer verschließbaren Box passen bestimmt auch noch in den Festivalrucksack. Darin können dann später vor Ort gekaufte Snacks und Mahlzeiten eingepackt werden.

Unbedingt mitnehmen: „frische“ Abfalltüten

So kann Abfall, zum Beispiel auf dem Campingplatz, getrennt gesammelt werden. Für Kunststoffschalen und -folien von Lebensmitteln oder Fertiggerichten, Konservendosen, Kronkorken, Getränkekartons oder Joghurtbecher gibt es einen eigenen Müllbeutel, so wie zuhause die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Essensreste, verschmutztes Einweggeschirr oder -besteck, benutzte Papier- oder Hygienetücher und Zigarettenkippen kommen in den Restmüllsack.

Wo möglich, kann der Abfall dann vor Ort getrennt entsorgt werden. In jedem Fall erleichtern Sie die Arbeit der Entsorgungsteams. Einige Festivals haben auch eigene Abfallkonzepte mit „Müllpfand“ im Ticketpreis, der beim Abliefern von Abfallsäcken wieder ausbezahlt wird.

Getränkedosen und Einwegflaschen

Nahezu alle Getränkedosen und seit Jahresbeginn auch Einwegflaschen aus Kunststoff sind, unabhängig vom Inhalt, pfandpflichtig. Beide Verpackungen enthalten wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können. Also: unbedingt wieder zurückgeben.

Wohin mit ausgedienten Campingstühlen, Zelten und Co.?

Jetzt noch schnell neues Festivalequipment und Campingausstattung einkaufen? Stühle, Isomatten, Zelte, das kann man bestimmt bei Freunden oder Familie ausleihen. Falls ein mitgebrachter Campingstuhl oder das Zelt beim Feiern unbrauchbar zusammenbrechen: Bitte nicht einfach auf dem Festivalgelände liegen lassen. Metall oder Aluminium sind wichtige Rohstoffe, die recycelt werden können. Oft lassen sich diese Gegenstände gut zusammenfalten und im Rucksack mit nach Hause nehmen. Dort können sie zum Sperrmüll oder auf einem Recyclinghof gebracht werden. Auch ausgediente Isomatten oder zerrissene Zeltplanen mit Haken und Ösen sollten wieder mit nach Hause reisen. Sie können im Restmüll entsorgt werden.

Festivals: mehr Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz

Viele Festivalveranstalter und -veranstalterinnen arbeiten an Ideen, Events nachhaltiger zu gestalten. Bessere Abfallkonzepte gehören dazu. Unser Tipp: Vorher auf Festival-Webseiten informieren, was vor Ort möglich ist. Mithelfen, Abfälle zu vermeiden. Oder sie korrekt entsorgen. Denn nur richtig in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack eingeworfene Verpackungen, in Altglas-Containern und Altpapiertonnen entsorgte Glasflaschen und Papierabfälle können recycelt werden. Das Recycling dieser Abfälle schont die Umwelt, das Klima und wichtige Ressourcen.

Noch mehr Infos und Fakten zum Thema Mülltrennung erfahren Sie auf der Website von „Mülltrennung wirkt“: www.mülltrennung-wirkt.de