Gemeinsame Stelle dualer Systeme: Verträge jetzt abschließen

Offenbar noch viele duale Lizenzverträge nicht abgeschlossen / Verpackungen, die nicht gemeldet sind, dürfen nicht in Verkehr gebracht werden / Fehlende Meldungen gefährden das duale System

Köln, 21. Dezember 2016. Die den Betreibern dualer Systeme von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer mitgeteilten Ergebnisse der sogenannten indikativen Q1-Meldung 2017 deuten darauf hin, dass offenbar viele Hersteller und Vertreiber noch keine Verträge über die Beteiligung ihrer dualen Lizenzmengen für 2017 bei einem dualen System abgeschlossen haben.

Grundlage für diese indikative Q1-Meldung 2017 sind die zuvor von den Systembetreibern an den unabhängigen Wirtschaftsprüfer übermittelten, bislang für 2017 unter Vertrag genommenen Lizenzmengen. Diese indikative Meldung ist überdies ein viel beachtetes Signal, auf dessen Basis die erwarteten Gesamtlizenzmengen des Jahres hochgerechnet werden.

Viele Hersteller und Vertreiber melden ihre Verpackungen zu spät bei dualen Systemen an und verstoßen damit gegen geltendes Recht. Darauf weist die Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH hin: „Die geltende Rechtslage fordert, dass die jeweiligen Hersteller und Vertreiber ihre dualen Lizenzverträge für  2017 vor dem 1. Januar 2017 abgeschlossen haben müssen, da ansonsten deren Produkte in Verkaufsverpackungen nicht an private Endverbraucher abgegeben werden dürfen“, erklärt Dr. Mirko Sickinger, Geschäftsführer der Gemeinsamen Stelle. „Dieser Umstand ist leider nach wie vor in einigen Teilen der Wirtschaft nicht ausreichend bewusst, was immer wieder zu entsprechenden Verstößen führt.“

Die verspätete Lizenzierung von dualen Lizenzmengen bedeutet indes nicht nur einen Verstoß gegen die rechtlichen Vorgaben und ggfls. Liquiditätsschonung zu Lasten Dritter, sondern führt auch zu Verwerfungen im Clearingprozess der Systembetreiber bis hin zur Gefährdung der privatwirtschaftlich organisierten dualen Entsorgung von Verpackungsabfällen. Die Systembetreiber haben in der Vergangenheit wiederholt Industrie und Handel darauf hingewiesen.

Dabei weist Dr. Sickinger darauf hin, dass sich die Systembetreiber mittlerweile auf Regelungen verständigt haben, um den verspäteten Abschlüssen von dualen Lizenzverträgen entgegenzuwirken. Die Gemeinsame Stelle hatte schon in einer Pressemitteilung vom 3. November 2015 darüber informiert, dass für Mengen aus zu spät abgeschlossenen dualen Lizenzverträgen im Rahmen des Clearings ein Aufschlag zu entrichten ist. Dr. Sickinger weist darauf hin, dass der Stichtag, ab dem Verspätungszuschläge erhoben werden, nunmehr vom 15. Februar auf den 15. Januar vorverlegt wurde.

Dr. Sickinger appelliert daher erneut an Industrie und Handel, die dualen Lizenzverträge kurzfristig abzuschließen.

 

Ansprechpartner:

Dr. Mirko Sickinger, LL.M.
Geschäftsführer  der  Gemeinsame  Stelle  dualer  Systeme  Deutschlands GmbH c/o HEUKING KÜHN LÜER WOJTEK PartGmbB von Rechtsanwälten und Steuerberatern
Magnusstraße 13
50672 Köln
Tel.: +49 221 20 52-596
Fax: +49 221 20 52-1
E-Mail: m.sickinger@heuking.de


Duale Systeme leisten wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung

Aktuelle Berichterstattung zu Verwertungsquoten verfälscht Erfolge

 

Die für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland zuständigen dualen Systeme tragen im erheblichen Maße dazu bei, dass Wertstoffe recycelt und der Industrie als Sekundärrohstoffe wieder zur Verfügung gestellt werden. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien zum Thema „Verbrennung statt Recycling“ erweckt hier einen missverständlichen Eindruck. Es wird suggeriert, dass das System nicht funktioniere und der größte Teil der wertvollen Rohstoffe nach wie vor in den Müllverbrennungsanlagen lande.
Die für diese Begründung herangezogenen Zahlen beruhen dabei auf falschen Basisdaten. So bezieht sich die genannte Verwertungsquote von rund 55 % für Verpackungen aus Metall, Kunststoff und Verbunden im Jahr 2014 auf die in der Gelben Tonne/im Gelben Sack erfasste Menge und nicht auf die Gesamtmenge an Verkaufsverpackungen, die tatsächlich von Handel und Industrie bei dualen Systemen gemeldet wird und beim Endverbraucher anfällt. Da aber leider nicht jeder Bürger seinen Abfall zu Hause richtig trennt, befinden sich nicht wenige Materialien/Abfälle - auch bezeichnet als Fehlwürfe - in den Sammelbehältnissen, die gar nicht recycelt, sondern nur verbrannt werden können. Die tatsächliche Verwertungsquote für Verpackungen aus Metall, Kunststoff und Verbunden liegt erheblich über den in der Berichterstattung angegebenen 55 %.

Darauf, dass eine korrekte Trennung des Abfalls wesentliche Voraussetzung für ein effizientes Recycling ist und die dualen Systeme ihren Beitrag dazu leisten, weist Dr. Mirko Sickinger, Geschäftsführer der Gemeinsamen Stelle,
hin: „Die dualen Systeme stellen deshalb pflichtgemäß jedes Jahr viele Millionen Euro den zuständigen Kommunen zur Verfügung, damit diese ihre Bürger über die richtige Abfalltrennung durch entsprechende Umweltbildungsarbeit und Abfallberatung ausreichend informieren können. Denn: Je besser im Haushalt vorgetrennt wird, desto mehr kann schlussendlich recycelt und zu neuen Produkten verarbeitet werden“, erläutert Sickinger.

Darüber hinaus sind die dualen Systeme Motor für Innovationen. Dies hat dazu geführt, dass Deutschland im internationalen Vergleich die höchsten Recyclingquoten hat und über ein System verfügt, das mittlerweile weltweit kopiert wird. Die gesetzlich vorgeschriebenen Quoten werden von den dualen Systemen seit Jahren übererfüllt. „Und die Systembetreiber können und wollen noch deutlich mehr leisten. Es liegt allerdings in den Händen der Politik, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und das lange erwartete Verpackungsgesetz in dieser Legislaturperiode endlich zu verabschieden. Damit würden nicht nur die Recyclingquoten deutlich erhöht, sondern auch die notwendige Sicherheit für Investitionen in neue Sortier- und Verwertungstechniken gegeben, die für die Weiterentwicklung des Recyclings essentiell ist“, so Sickinger abschließend.

Über die Landbell Gruppe

Die Landbell AG ist als unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist seit 1995 aktiv. Das Mainzer Unternehmen betreibt ein System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen (Duales System) und beendete mit seinem Markteintritt im Jahr 2003 in Deutschland das Monopol bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen.

Zur Landbell Gruppe gehören mehrere Unternehmen und Beteiligungen, die sich auf die Rückholung von verschiedenen Materialien sowie Wertstoffen spezialisiert haben: Die Rücknahme und Entsorgung von Elektroschrott (WEEE und Photovoltaik-Module), Batterien, ein Pfandsystem für das Recycling von Einweg-Getränkeverpackungen, sowie Angebote für Industrieentsorgung und Transportverpackungen runden das umfassende Portfolio ab. In 32 Ländern der Welt übernimmt die Landbell Gruppe die Produktverantwortung für ihre Kunden und fungiert als One-Stop-Shop-Serviceanbieter.


Landbell Gruppe vereinfacht EPEAT Registrierungsprozess für Kunden

Landbell News, Ausgabe 2/2016

 

Die European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell Gruppe, ist bekannt für ihre Dienstleistungen in den Bereichen Rückhol-Services, Elektroaltgeräte, Verpackungen und Batterien – ein Angebot, das sie in ganz Europa anbietet. Seit März 2016 hat ERP ihr Spektrum um den sogenannten „EPEAT“-konformen Service erweitert. Dies kurz zur Erläuterung: „EPEAT“ steht für „Electronic Product Environmental Assessment Tool“, einem umfassenden Bewertungssystem von umweltfreundlichen Elektronikgeräten. Öffentliche sowie private Einrichtungen in 43 Ländern nutzen EPEAT als zu erfüllende Anforderung für den Wareneinkauf.

Ein wesentliches Kriterium von EPEAT stellen die Anforderungen hinsichtlich des End-of-life Managements dar. Hierzu zählt unter anderem die „Auditierung von Recycling-Anbietern“ – ein Bereich, in dem ERP als Experte bereits anerkannt und gut positioniert ist.

Nach einer eingehenden Prüfung des ERP Recycling-Standards für WEEE, TS.EW.001, bestätigte das EPEAT Büro: der ERP in-house Standard erfüllt die strenge End-of-life Anforderung von EPEAT in den Kategorien Computer und Bildschirme in der EU sowie den EFTA-Staaten. Diese Anerkennung bestätigt aufs Neue die ökologische Exzellenz ERP’s als Experte für End-of-life Management von Elektroaltgeräten.

Der TS.EW.001 von ERP definiert Mindestanforderungen, die von Betreibern von Anlagen zur Lagerung und Behandlung von Elektroaltgeräten eingehalten werden müssen. Durch die regelmäßigen und anspruchsvollen Auditierung der Recycling-Lieferantenkette stellt ERP sicher, dass die ihren Kunden und Mitgliedern angebotenen Leistungen den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie ERP’s eigenen hohen Qualitätsansprüchen entsprechen.

Seit der Anerkennung von EPEAT, ist die European Recycling Platform (ERP) dazu in der Lage, den gesamten Prozess von der Definition des Standards bis hin zur operativen Ausführung abzuwickeln:

  • Pflege eines strikten EPEAT-konformen „in-house“  Recyclingstandards für WEEE (TS.EW.001).
  • Auditierung von Recyclern gemäß dem von EPEAT anerkannten Standard (bereits 34 Recyclingpartner wurden nach diesem Standard in 9 EU- und EFTA-Staaten von ERP auditiert).
  • Beauftragung von auditierten Recyclern, welche die Kriterien des TS.EW.001 erfüllen.
  • Europaweites Angebot an Rückhol-Lösungen mit auditierten und EPEAT-konformen Recyclern.

Dieser Prozess befähigt ERP folglich, Herstellern eine EPEAT konforme Lösung für die Rückholung und das Recycling von Computern und Bildschirmen auf europäischer Ebene anzubieten – ausschließlich ausgeführt von geprüften Recyclingpartnern. Dieses Angebot ist damit eine große Unterstützung für ERP’s Kunden, denn die angebotene Lösung vereinfacht deren EPEAT Registrierungsprozess immens.

Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen über ERP’s Dienstleistungen, besuchen Sie uns unter http://erp-recycling.org/news-media/news-events/, oder nehmen Sie teil an der „Electronic Goes Green Konferenz“ vom 7. bis 9. September in Berlin, wo ERP ihr EPEAT-Programm vorstellt (http://electronicsgoesgreen.org/).

Erfahren Sie hier mehr über das EPEAT Bewertungssystem http://www.epeat.net/.

 

Kontakt:
Landbell AG für Rückhol-Systeme
Rheinstraße 4 L
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Verpackungsentsorgung über Landbell EASy-Shop: Kleinstmengen schnell und einfach lizenzieren

Landbell News, Ausgabe 1/2016

 

Kartons, Füllmaterialien und Luftpolsterfolie – wer Ware an Endkonsumenten versendet, weiß wie viel Verpackung pro Sendung entstehen kann. Gemäß der Verpackungsverordnung sind Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk verpflichtet, für ihre in Verkehr gebrachten Verpackungen die Verantwortung durch Beteiligung an einem dualen System zu übernehmen. Dies gilt auch für geringe Mengen und sogenannte Kleinstinverkehrbringer: Auch sie müssen sich einem dualen System anschließen. Landbell bietet Online-Händlern mit ihrem Pauschalpaket Landbell EASy-Shop eine einfache Möglichkeit, ihrer gesetzlichen Beteiligungspflicht an einem dualen Rückhol-System zur Entsorgung dieser Verpackungen nachzukommen.

Über den Landbell EASy-Shop können Kleinmengen von z. B. bis zu 150 Kilogramm Papier, Pappe und Kartonage schnell und einfach lizenziert werden und dies mit nur wenigen Klicks online. Der Vertrag wird direkt mit der Landbell AG geschlossen, alle Unterlagen sind komplett online hinterlegt. Die Bezahlung erfolgt per Rechnung, PayPal oder Kreditkarte. Ein Infoportal zum Landbell EASy-Shop gibt alle nötigen Informationen zur Verpackungsverordnung und -lizenzierung.

Seit der 5. Novelle der Verpackungsverordnung sind auch Kleinstinverkehrbringer gefordert, dieser rechtlichen Vorgabe nachzukommen. Die Landbell AG bietet als duales System spezielle Lösungen an, betroffene Kleinstinverkehrbringer von Verkaufsverpackungen mit einer völlig neuen und einfachen Online-Lösung zu unterstützen und startete als erstes duales System ihren EASy-Shop im Jahr 2009. Inzwischen sind zahlreiche Betreiber, Händler und kleinere Produzenten im EASy-Shop registriert und lassen ihre Versand- bzw. Verkaufsverpackungen unkompliziert und rechtssicher über Landbell-EASy entsorgen.

 

Pakete auch für Verbände und deren Mitglieder

In Zusammenarbeit mit Wirtschaftsverbänden erarbeitet die Landbell AG auch spezifische EASy-Shops für Wirtschaftsverbände und deren angeschlossene Mitgliedsfirmen (Produzenten wie Händler), um ihren speziellen Anforderungen gerecht zu werden. Für Verbandsmitglieder liegt der administrative Nutzen und die einfache Handhabung des EASy-Shops auf der Hand.

 

Neu: Landbell EASy-Shop auch für den Versand nach und innerhalb von Österreich

Die Verpackungsverordnung macht auch innereuropäisch nicht an Ländergrenzen halt. Auch für den österreichischen Markt gilt eine Verpackungsverordnung, die Hersteller und/oder Händler, die nach oder innerhalb von Österreich Waren in Verkehr bringen bzw. versenden, in die Pflicht nimmt. Die österreichische Verpackungsverordnung ähnelt in vielen Regelungen der deutschen, weicht aber, insbesondere was  die Einordnung der unterschiedlichen Verpackungsarten anbelangt, ab.

Über unsere 100%ige Tochter, der Landbell Austria Gesellschaft für nachhaltige Kreislaufwirtschaft mbH, können Händler auch für den österreichischen Markt die Möglichkeit nutzen, den gesetzlichen Vorgaben günstig, einfach und rechtssicher nachzukommen:

 

Unser Infoportal – die Verpackungsverordnung auf einen Blick!

Antworten auf alle Fragen rund um die Verpackungsverordnung und das Lizenzieren von Kleinstmengen erhalten Händler und Hersteller auf unserem Infoportal zur Verpackungsverordnung und -lizenzierung: shop.landbell.de

Kleinstinverkehrbringer erfahren dort, wie sie sich ganz einfach rechtssicher aufstellen und Abmahnungen sowie Geldbußen von bis zu 100.000 Euro (Regelung in der deutschen Verpackungsverordnung unter „Ordnungswidrigkeiten“) vermeiden. In Ratgebern und  anschaulichen Videos erhalten Verpackungs-Inverkehrbringer zielgenaue Informationen zum Thema Verpackungsentsorgung. Auch die Entsorgungslösungen für den deutschen und österreichischen Markt werden im Detail vorgestellt. Mit Hilfe des Preisrechners zur Verpackungsverordnung können Interessenten außerdem unverbindlich die individuellen Kosten für die Lizenzierung ihrer Verpackungsmengen (je nach Materialart) in Deutschland kalkulieren (in Österreich gelten limitierte Freimengen).

Mehr erfahren!

 

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Eckpunkte und Chancen der EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie

Landbell News, Ausgabe 1/2016

 

Um wirksamen Klimaschutz zu betreiben und gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft aufrecht zu erhalten, ist ein Umdenken im Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Verwertung von wiederverwendbaren Abfällen zwingend gefordert. Das klassische lineare Abfallkonzept gemäß der Prozesskette Produktion-Verbrauch-Entsorgung („Wegwerfgesellschaft“) ist angesichts globaler Herausforderungen wie Ressourcenknappheit und Klimawandel nicht mehr haltbar. Durch die Etablierung eines politischen Rahmens, der weiterhin Innovationen und Investitionen ermöglicht, kann die Politik wichtige Anreize schaffen, um noch mehr wertvolle und knappe Ressourcen zurück in den Stoffkreislauf zu führen.

Ein entsprechend ambitioniertes Kreislaufwirtschaftskonzept birgt enorme Chancen: Berechnungen der EU zufolge könnte die europäische Wirtschaft durch eine erhöhte Ressourceneffizienz bis zu 680 Milliarden Euro einsparen, 580.000 neue Jobs schaffen und die Treibhausgasemissionen um bis zu 450 Millionen Tonnen senken. Die EU-Kommission hat diese ökologischen und ökonomischen Chancen einer Kreislaufwirtschaft erkannt und im letzten Jahr das Fundament für einen Paradigmenwechsel in der Abfallwirtschaft gelegt.

 

Ordnungspolitischer Rahmen durch Brüssel

Auf EU-Ebene wird die Vision einer Kreislaufwirtschaft bereits seit 2014 verfolgt, konkrete Maßnahmen und verbindliche Ziele fehlten allerdings bislang. Im Dezember 2015 hat die EU-Kommission eine entsprechende Strategie vorgestellt, die den politischen Rahmen für eine langfristige Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft setzen soll. Die Landbell AG und auch andere Interessengruppen nahmen bereits im Vorfeld die Möglichkeit wahr, sich im Rahmen von Konsultationen zur Kreislaufwirtschaftsstrategie und zum Funktionieren der Abfallmärkte einzubringen.

In einem Aktionsplan der EU-Kommission wurden daraufhin die zentralen Handlungsfelder vorgegeben: Alle Stufen der Wertschöpfungskette sollen einen Beitrag zu einem schonenden und effizienten Umgang mit Ressourcen leisten. Neben der Entsorgungsbranche betrifft dies nun auch Produzenten und Konsumenten. Die letzte Säule einer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaftsstrategie stellt die Etablierung eines funktionierenden und optimierten Markts für Sekundärrohstoffe dar. Die ehrgeizigen Vorhaben sollen noch in diesem Jahr in Gesetzesform gegossen werden.

In diesem Kontext wird eine EU-weite Harmonisierung des Abfallrechts angestrebt. In einem Mantelgesetz sollen die bestehenden Rechtsakte (Abfallrahmen-Richtlinie, Verpackungs-Richtlinie, Deponie-Richtlinie, WEEE-Richtlinie) überarbeitet und zusammengefasst werden. Erste Arbeitsentwürfe liegen bereits vor und durchlaufen in den kommenden Monaten den EU-Gesetzgebungsprozess.

 

Ganzheitliche Kreislaufwirtschaftsstrategie

Zentraler Bestandteil der von der EU-Kommission vorgelegten Legislativvorschläge ist die Zielvorgabe ambitionierter Recyclingquoten für alle EU-Mitgliedstaaten. Die Quoten variieren je nach Abfallfraktion:

  • 65 % für das Recycling von Siedlungsabfällen bis 2030
  • 75 % für das Recycling von Verpackungsabfällen bis 2030 (55 % Kunststoff, 75 % Holz, 85 % Eisenmetalle, 85 % Nichteisenmetalle, 85% Aluminium, 85 % Glas, 85% Papier)

Da zwischen den Mitgliedstaaten große Unterschiede hinsichtlich der Infrastruktur und der Kapazitäten für ein hochwertiges Recycling bestehen, plant die EU, bestimmten Staaten eine erweiterte Frist von fünf Jahren für die Umsetzung der Ziele zu gewähren.

Gleichzeitig soll die umweltschädliche Deponierung bis 2030 auf höchstens 10 % der Gesamtabfälle begrenzt werden. Die Abfallverbrennung ist in der EU-Abfallhierarchie zwar höher als die Deponierung gestellt und weiterhin zulässig, soll aber nur angewandt werden, wenn eine stoffliche Verwertung nicht möglich ist.

Da das EU-Programm den gesamten Lebenszyklus betrachtet, wird auch auf Produktions- und Konsumebene ressourceneffizientes Verhalten von der EU Kommission angeregt:

  • wirtschaftliche Anreize für Erzeuger, die umweltfreundlichere Erzeugnisse auf den Markt bringen
  • Vorschriften zu Verbesserung der Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit der Produkte
  • leichtere Rückgewinnung kritischer Rohstoffe, die insbesondere in Elektrogeräten verbaut sind
  • verpflichtende Reparaturinformationen und Kennzeichnung für nachhaltigeren Konsum

 

Innovativ, wettbewerbsfähig und kosteneffizient

Um die gesteckten Ziele erreichen zu können, müssen laut Landbell weitere Akzente in dem EU-Kreislaufwirtschaftspaket gesetzt werden. Die folgenden Maßgaben sind für die Landbell AG wesentlich, um den Übergang zu einer EU-weiten Kreislaufwirtschaft privatwirtschaftlich, bürgernah und effizient zu organisieren:

  • Marktaufsicht: Damit maximale Recyclingquoten erreicht werden können, muss die Transparenz sowohl bei Produzenten als auch bei Rücknahme-Systemen gestärkt werden. In diesem Kontext sollten auf nationaler Ebene unabhängige Kontrollinstanzen geschaffen werden, die einen fairen Wettbewerb gewährleisten und den freien Zugang und Handel von Abfallmengen sicherstellen.
  • Einheitliche Regeln & klare Aufgabenteilung: Die EU sollte die Verantwortungsbereiche aller Beteiligten wie Produzenten, Duale Systeme und Kommunen klar definieren und länderübergreifend harmonisieren.
  • Monitoring von Abfallströmen: EU-Mitgliedsstaaten sollten dazu verpflichtet werden standardisierte Verfahren einzuführen, die inverkehrgebrachte und verwertete Mengen erfassen und Stoffströme nachvollziehbar machen.
  • Effizienz und Wettbewerb unter Rücknahme-Systemen: Die geplante Einführung von Mindestanforderungen für Duale Systeme im Hinblick auf Transparenz und Kosteneffizienz ist begrüßenswert, damit Wettbewerbsgleichheit unter den Anbietern gegeben ist. Allerdings darf der Tätigkeitsbereich von Dualen System nicht überreguliert werden, um die Innovationskraft der Branche und die wettbewerbliche Preisbildung nicht zu untergraben.

Weitere Informationen dazu finden Sie auch im Positionspapier der European Recycling Platform (ERP), einem Unternehmen der Landbell Gruppe.

 

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Die European Recycling Platform unterstützt Hersteller bei der Zertifizierung von umweltfreundlichen Computern und Bildschirmen in ganz Europa

ERPs Recycling-Standard für Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE) wurde von EPEAT als Zertifizierungsstandard für den Bereich des End-of-life Management anerkannt

Die European Recycling Platform (ERP) ist der ideale Partner für Hersteller von umweltfreundlichen elektrischen und elektronischen Produkten. Der firmeneigene technische Standard TS.EW.001 für Recycling-Betreiber im Bereich der Elektroaltgeräte wurde vor kurzem für die Gerätekategorien Computer und Bildschirme als geeigneter Zertifizierungsstandard anerkannt, um die EPEAT-Entsorgungskriterien zu erfüllen. EPEAT ist ein globales System, das Elektrogeräte unter Umweltgesichtspunkten bewertet und dadurch die Bekanntheit von umweltverträglicheren Produkten erhöht.

Die Entsorgungsanforderungen sind ein wichtiger Bestandteil von EPEAT und dessen Zertifizierung, insbesondere gewinnt die „Zertifizierung von Recycling-Anbietern“ zunehmend an Bedeutung. Von den bislang zugelassenen Recycling-Standards wurde der ERP-Standard für alle EU- und EFTA-Staaten anerkannt. Bereits 34 Recyclingpartner wurden nach diesem Standard in 9 EU- und EFTA-Staaten von ERP zertifiziert.

„ERP gilt bereits seit 2002 als Experte im Bereich des End-of-life Managements von Elektroaltgeräten und ist zudem das einzige Netzwerk, das in über 15 europäischen Ländern mit eigenen Rückhol-Systemen tätig ist”, sagt Umberto Raiteri, Geschäftsführer und Präsident der ERP. „Die jüngste EPEAT-Anerkennung erweitert unser breites Spektrum von lokalen und europaweiten Qualitätsstandards, die durch unsere Abfallmanagement- und Compliance-Lösungen erreicht wurden. Die Kriterien, die ERP von ihren Behandlungs- und Recyclingpartnern verlangt, erfüllen die höchsten existierenden Umweltstandards. Wir sind sehr stolz auf die Anerkennung unseres Standards, was unsere ökologische Exzellenz ein weiteres Mal beweist.”

Hersteller, die in mehreren europäischen Ländern tätig sind, schätzen die von ERP angebotenen grenzüberschreitenden Compliance-Lösungen. Sie profitieren von der Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfungskette ihrer elektrischen und elektronischen Produkte, auch nach deren Nutzung, zurückverfolgen zu können. ERP übernimmt die gesamte Abwicklung von landesspezifischen Abfallgesetzgebungen sowie die administrativen Aufgaben, die sich durch die grenzüberschreitende Inverkehrbringung von Elektrogeräten ergeben – in 30 Ländern der Welt.

ERPs Standard TS.EW.001 definiert Mindestanforderungen, die von Betreibern von Anlagen zur Lagerung und Behandlung von Elektroaltgeräten eingehalten werden müssen. Durch die regelmäßigen und anspruchsvollen Zertifizierungen der Recycling-Lieferantenkette stellt ERP sicher, dass die den Kunden und Mitgliedern angebotenen Leistungen den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie ERPs eigenen hohen Qualitätsansprüchen entsprechen.

Um eine EPEAT-Zertifizierung zu erreichen, müssen Hersteller von elektrischen und elektronischen Geräten 10 strenge Kategorien von Umweltattributen einhalten, angefangen vom Design über den Herstellungsprozess bis hin zur Langlebigkeit jedes einzelnen Produkts. Mit ihrem nachweislich hochwertigen End-of-life-Management unterstützt ERP ihre Kunden bei der Zertifizierung und infolgedessen bei der Vermarktung ihrer elektrischen und elektronischen Produkte. Zudem erhalten Verbraucher, Wiederverkäufer und andere Akteure die Möglichkeit, elektrische und elektronische Geräte, die aus Umweltgesichtspunkten gleichartigen Produkten vorzuziehen sind, einfacher zu erkennen.

 

Über die ERP

Die European Recycling Platform (ERP) wurde im Dezember 2002 als Reaktion auf die Einführung der Richtlinie für Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE) der Europäischen Union ins Leben gerufen. Das Ziel der ERP ist die Sicherstellung einer kosteneffektiven Umsetzung der Richtlinie zum Vorteil der teilnehmenden Unternehmen und deren Kunden. Dies wird durch Strategien für innovatives Abfallmanagement und den Ansporn zur Umsetzung der Richtlinie auf nationaler Ebene gemäß einer Reihe von zentralen Leitsätzen erreicht, die für den Schutz der Verbraucher, der Unternehmen und der Umwelt von grundlegender Bedeutung sind. Seit Juni 2014 gehört ERP zur Landbell Gruppe, einem führenden Anbieter im Bereich der Verpackungslizenzierung. Als unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist mit Sitz in Mainz, bietet Landbell eine Vielzahl an Rückhol-Systemen und Individuallösungen an, die auf spezifische Recyclinganforderungen von Kunden zugeschnitten sind.

ERP ist das erste WEEE-Compliance-System, das in den Ländern Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Israel, Italien, Niederlande (in Kooperation mit WEEE NL), Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien und im Vereinigten Königreich für den Betrieb zugelassen ist und somit die erste Plattform, die die Vorteile multinationaler Recycling-Abläufe an die Konsumenten weitergibt. Die ERP hat sich in den Ländern, in denen sie Compliance-Dienstleistungen und Know-how für WEEE, Batterien, Verpackungen und PV-Module anbietet, als konkurrenzfähigste Unternehmenslösung erwiesen.

Für weitere Informationen zur European Recycling Platform besuchen Sie bitte die Website www.erp-recycling.org oder kontaktieren Sie das Unternehmen über press@erp-recycling.org.


Das neue Elektrogesetz 2 – Pflichten und Fristen

Landbell News, Ausgabe 3/2015

Am 23. Oktober 2015 wurde das im Juli 2015 beschlossene ElektroG2 (Gesetz zur Neuordnung des Rechts über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten v. 20. Oktober 2015) im Bundesgesetzblatt verkündet. Das ElektroG2 ist seit dem 24. Oktober 2015 nahezu vollumfänglich in Kraft, § 46 regelt allerdings bestimmte Übergangsfristen. Damit Sie den Überblick über die wesentlichen Eckpunkte und Übergangsfristen des ElektroG2 behalten, haben wir alles auf einen Blick für Sie zusammengefasst:


Übergangsfristen – Ab wann gelten für wen Neuerungen?
Mit Inkrafttreten des ElektroG2 gelten Übergangsfristen, nach deren Verstreichen bestimmte Neuerungen gültig werden.
Art Frist Ab wann Für wen
PV-Module Registrierung bis spätestens… Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von PV-Modulen
PV-Module Abholkoordination Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von PV-Modulen
Leuchten aus privaten Haushalten: Registrierung bis spätesten… Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von Lampen und Leuchten
99Leuchten aus privaten Haushalten: Abholkoordination Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von Lampen und Leuchten
Neue Sammelgruppen im Rahmen der Abholkoordination Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Für alle betroffenen Hersteller/Inverkehrbringer von Geräten der Sammelgruppen 3, 4, 5 und 6
Geltungsbereich für Generelles
Bevollmächtigten benennen/Niederlassung eröffnen 6 Monate nach Inkrafttreten des ElektroG2 24. April 2016 Galt bereits vorElektroG2 für registrierte Hersteller ohne Niederlassung in Deutschland;

Alle bisher noch nie zuvor in Deutschland registrierten Hersteller OHNE Firmensitz in Deutschland müssen sofort bei der Registrierung einen Bevollmächtigten benennen.

Rücknahmepflicht für stationären Handel/Online-Handel – Einrichtung der Sammelstellen 9 Monate nach Inkrafttreten des ElektroG2 24. Juli 2016 Stationärer Handel, Fernabsatz-/Onlinehandel

Neue Gebührenverordnung zum Elektro- und Elektronikgerätegesetz
Außerdem möchten wir Sie auf eine weitere Neuerung hinweisen: Zeitgleich mit dem ElektroG2 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) auch eine neue Kostenverordnung (ElektroGKostV) erlassen. Dabei werden auch neue Gebührentatbestände aufgenommen, z.B. für die Benennung des Bevollmächtigten.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite der European Recycling Platform:  http://erp-recycling.org/de-de/

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Erfolgreicher Übergang zur Kreislaufwirtschaft erfordert mehr Entfaltungsspielraum

Aktuelles Abfallwirtschaftssystem hat Tipping Point erreicht

 

Während in Paris über die globalen Klimaziele verhandelt wird, steht in Brüssel Europas nachhaltige Entwicklung auf dem Spiel. Die EU Kommission stellt morgen die Weichen für die europäische Kreislaufwirtschaft. Dabei müssen der Umweltschutz und die Gewährleistung eines freien Wettbewerbs im Mittelpunkt stehen.

„Zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele ist es unabdingbar, dass die EU Kommission ehrgeizige und vergleichbare Recyclingquoten für alle Abfallströme vorstellt. Weiterhin müssen aber auch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft erlauben und auch die Nachfrage nach Recyclingmaterial erhöhen bzw. die Recyclingqualität insgesamt verbessern“, sagt Jan Patrick Schulz, Vorsitzender des Vorstands der Landbell AG.

Neben ordnungsrechtlichen Vorgaben sind freie und dynamische Märkte ein wichtiger Faktor für die Einhaltung von Recyclingquoten. „Nur im freien Wettbewerb der Ideen können Innovationen entstehen, die für die Transformation der Wirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft nötig sind“, ergänzt Jan Patrick Schulz. Ein Beweis dafür ist der Anstieg der Abfallsammelquoten in europäischen Märkten, welche die EU-Wettbewerbsregeln einhalten. Gleichzeitig konnten in diesen Ländern erhebliche Kostensenkungen bei Unternehmen verzeichnet werden, die der Produktverantwortung unterliegen.

In Europa wird derzeit noch zu viel Abfall verbrannt, anstatt wertvolle Ressourcen für die EU-Wirtschaft zurück zu gewinnen. Eine jüngst von PlasticsEurope veröffentlichte Studie veranschaulicht nur einen Teil des Problems. Demnach werden jährlich 8 Millionen Tonnen Kunststoffe – oder 10 Millionen Tonnen Erdöl – auf europäischen Deponien verteilt. CO2 Emissionen können nur gesenkt werden, indem das Deponieverbot ausgeweitet und die Müllverbrennung recyclingfähiger Materialien verboten wird.

Um die Abfallmengen auf Deponien und in Müllverbrennungsanlagen zu reduzieren, kommt es neben einer ambitionierten neuen Gesetzgebung maßgeblich darauf an, bestehendes Recht konsequent durchzusetzen. Die European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell AG, übernimmt in 15 europäischen Ländern für Kunden die Verpflichtungen für Elektro- und Elektronikaltgeräte, Verpackungen und Batterien. „Mit unseren Erfahrungen mit den unterschiedlichen nationalen Umsetzungen der EU-Abfallrichtlinien möchten wir uns aktiv bei der Verbesserung des Rechtsrahmen einbringen und stehen der EU Kommission gern als Ansprechpartner zur Verfügung“, ergänzt Jan Patrick Schulz.

Die EU Kommission legt morgen ihren Aktionsplan für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und Vorschläge für die Überarbeitung des EU-Abfallrechts vor. In den nächsten Wochen und Monaten beraten dann Europaparlament und Rat über die Gesetzesvorhaben, die schließlich von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden müssen.

 

Über Landbell:
Die Landbell AG ist als unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist seit 1995 aktiv. Das Mainzer Unternehmen betreibt ein System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen (Duales System) und beendete mit seinem Markteintritt im Jahr 2003 in Deutschland das Monopol bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen.
Zur Landbell Gruppe gehören mehrere Unternehmen und Beteiligungen, die sich auf die Rückholung von verschiedenen Materialien sowie Wertstoffen spezialisiert haben: Die Rücknahme und Entsorgung von Elektroschrott (WEEE und Photovoltaik-Module), Batterien, ein Pfandsystem für das Recycling von Einweg-Getränkeverpackungen, sowie Angebote für Industrieentsorgung und Transportverpackungen runden das umfassende Portfolio ab. In 32 Ländern der Welt übernimmt die Landbell Gruppe die Produktverantwortung für ihre Kunden und fungiert als One-Stop-Shop-Serviceanbieter.

 

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Duale Systembetreiber vereinbaren Regelungen zur Eindämmung verspätet abgeschlossener Lizenzverträge

Künftig Aufschlag für zu spät kontrahierte Mengen im Rahmen des Clearings unter den Systembetreibern.

 

Die dualen Systembetreiber haben sich in der Gesellschafterversammlung im Oktober 2015 auf Regelungen verständigt, um dem Problem des verspäteten Abschlusses von dualen Lizenzverträgen zu begegnen.

Hintergrund dieser Regelung ist der Umstand, dass in den vergangenen Jahren immer wieder Erstinverkehrbringer zum 1. Januar noch keine Verträge für das jeweilige Jahr abgeschlossen hatten. Gemäß den Regelungen der Verpackungsverordnung sind Hersteller und Vertreiber gesetzlich verpflichtet, ihre dualen Lizenzverträge für das jeweilige Jahr vor Jahresbeginn abzuschließen, da ansonsten ihre Produkte in Verkaufsverpackungen nicht an private Endverbraucher abgegeben werden dürfen.

Die verspätete Lizenzierung von dualen Lizenzmengen bedeutet indes nicht nur einen Verstoß gegen die rechtlichen Vorgaben und ggfls. Liquiditätsschonung zu Lasten Dritter, sondern führt auch zu Verwerfungen im Clearingprozess der Systembetreiber bis hin zur Gefährdung der privatwirtschaftlich organisierten dualen Entsorgung von Verpackungsabfällen. Die Systembetreiber haben in der Vergangenheit immer wieder Industrie und Handel darauf hingewiesen, zuletzt in einer Pressemitteilung der Gemeinsamen Stelle vom 2. Februar 2015.

Um den verspäteten Abschlüssen von dualen Lizenzverträgen entgegenzuwirken, haben sich die Systembetreiber darauf verständigt, dass künftig für Mengen aus zu spät abgeschlossenen dualen Lizenzverträgen im Rahmen des Clearings ein Aufschlag zu entrichten ist.

„Mit der neuen Regelung stellen die Systembetreiber erneut unter Beweis, dass sie schnell auf erkannte Missstände reagieren und ihren Beitrag zur Stärkung der privatwirtschaftlich organisierten dualen Entsorgung von Verpackungsabfällen leisten“, so Dr. Mirko Sickinger, Geschäftsführer der Gemeinsamen Stelle.

 

Über Landbell:
Die Landbell AG ist als unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist seit 1995 aktiv. Das Mainzer Unternehmen betreibt ein System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen (Duales System) und beendete mit seinem Markteintritt im Jahr 2003 in Deutschland das Monopol bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen.
Zur Landbell Gruppe gehören mehrere Unternehmen und Beteiligungen, die sich auf die Rückholung von verschiedenen Materialien sowie Wertstoffen spezialisiert haben: Die Rücknahme und Entsorgung von Elektroschrott (WEEE und Photovoltaik-Module), Batterien, ein Pfandsystem für das Recycling von Einweg-Getränkeverpackungen, sowie Angebote für Industrieentsorgung und Transportverpackungen runden das umfassende Portfolio ab. In 32 Ländern der Welt übernimmt die Landbell Gruppe die Produktverantwortung für ihre Kunden und fungiert als One-Stop-Shop-Serviceanbieter.

 

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