Neue Infoplattform und neues einheitliches Sammelstellen-Logo der Batterierücknahmesysteme

Neue Infoplattform und neues einheitliches Sammelstellenlogo der Batterierücknahmesysteme

  • Neues Logo zur Kennzeichnung von Batterie-Rücknahmestellen
  • Bereitstellung über Gemeinsame Informationsplattform der Batterierücknahmesysteme
  • Zielgruppe Verbraucherinnen, Verbraucher, Rücknahmestellen, Hersteller und Importeure

Mainz, den 29.11.2021: Ihren Pflichten nach § 18 des Batteriegesetzes (BattG) nachkommend, haben die aktuell am Markt tätigen Batterierücknahmesysteme gemeinsam eine einheitliche Kennzeichnung für Rücknahmestellen entwickelt. Rücknahmestellen können diese zentral über die gemeinsame Informationsplattform der Batterierücknahmesysteme abrufen und für die Kennzeichnung ihrer Rücknahmestelle nutzen. Verbraucherinnen und Verbraucher finden an gleichem Ort die für die Batterierücknahme wichtigen Informationen.

Das Sammelstellenlogo

Das Logo betont die zunehmende Bedeutung der Rücknahme von Batterien und im Speziellen von Lithiumbatterien. Zugleich greift es das in Verbraucherkreisen bekannte und etablierte Symbol der Kreislaufwirtschaft auf. Das so entwickelte Logo kann als Bildmarke ebenso wie als Wortbildmarke genutzt werden und steht allen Rücknahmestellen und Multiplikatoren über die Infopattform zum Download kostenfrei zur Verfügung.

Die Informationsplattform

Unter www.batterieruecknahmesysteme.de werden Verbraucherinnen und Verbraucher über die Bedeutung und gesetzlich vorgeschriebene Notwendigkeit der getrennten Sammlung von Batterien informiert. Darüber hinaus können Rücknahmestellen und Multiplikatoren, z.B. Verbraucherzentralen, Bildungseinrichtungen u.a., das Sammelstellenlogo und weiterführende Informationen und Inhalte, wie Textbausteine oder Vorlagen für ein Hinweisplakat über das Downloadportal kostenfrei abrufen und herunterladen.

Zusammenarbeit mit Rücknahmestellen

Die Batterierücknahmesysteme wenden sich mit der Initiative insbesondere an die zahlreichen Rücknahmestellen im Handel, in den Kommunen sowie an die freiwilligen Rücknahmestellen und rufen zur Nutzung des einheitlichen Logos auf.

www.batterieruecknahmesysteme.de

 

Die Batterierücknahmesysteme

REBAT |  RLG Systems AG
Karl-Hammerschmidt-Str. 36
D-85609 Dornach
Telefon: +49 (0)89 49049-100

Vertreten durch den CEO:
Patrick Wiedemann

www.rebat.com

 

Stiftung Gemeinsames
Rücknahmesystem Batterien
Heidenkampsweg 44
D20097 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 237788

Vertreten durch den Vorstand:
Georgios Chryssos

www.grs-batterien.de

 

DS Entsorgungs- und Dienstleistungs- GmbH
Ein Unternehmen der LANDBELL GROUP
Rheinstraße 4 L
D-55116 Mainz
Telefon: +49 (0)6131 235652–801

Vertreten durch die Geschäftsführer:
Ellen Hitschler, Tim Scholz

www.ds-entsorgungs-gmbh.de

 

Gemeinsames Rücknahmesystem
Servicegesellschaft mbH
Heidenkampsweg 44
D-20097 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 237788
E-Mail: info@grs-batterien.de

Vertreten durch die Prokuristin:
Dr.-Ing. Julia Hobohm

www.grs-batterien.de

 

ÖcoRecell | IFA-Ingenieurgesellschaft für
Abfallwirtschaft und Umweltlogistik mbH
Caspar-David-Friedrich-Str. 29
D-53125 Bonn
Telefon: +49 (0)228-2497482
E-Mail: service@ifa-gmbh.com

Vertreten durch den Geschäftsführer:
Dipl.-Ing. Karl Georg  Semlitsch

www.ifa-gmbh.com


Onlineshopping: Wohin mit den Verpackungen?

Dieses Jahr wollen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke wirklich mal ganz früh besorgen? Falls Sie Ihr „Early Shopping“ online erledigen, kommen mit den Geschenken auch einige Verpackungen bei Ihnen zuhause an. Wie Sie unterschiedliche Versandverpackungen umweltfreundlich entsorgen, das lesen Sie hier.

Geschenke für die Liebsten online shoppen, das geht schnell und einfach. Und auch wenn Sie sich damit nicht selbst beschenken: Das Auspacken macht trotzdem Spaß. In den Versandverpackungen, die bei Ihnen ankommen, stecken wertvolle Rohstoffe. Wenn Sie diese Verpackungen korrekt entsorgen, helfen Sie, wichtige Ressourcen und das Klima zu schonen. Hier erfahren Sie, wie das funktioniert.

Versandkartons und Co. richtig entsorgen

Wussten Sie, dass Papier zehn bis 25-mal recycelt werden kann? Das ist eine gute Nachricht, wenn Sie gerade etliche Kartons vom Lieferdienst an Ihrer Haustüre entgegennehmen. Ausgepackte, leere Versandkartons aus Pappe und Papier sammeln Sie in der Altpapiertonne oder im Altpapiercontainer. So können sie recycelt werden. Auch Wellpappe, Umverpackungen aus Karton oder Pappe und Knüll- und Packpapier gehören ins Altpapier. Ob groß oder klein: Damit die Altpapiertonnen nicht gleich überlaufen, falten oder reißen Sie am besten alle Kartons auseinander und drücken sie flach zusammen. Dann lassen sie sich platzsparend entsorgen. Verwahren Sie doch ein paar von ihnen auf, denn vielleicht möchten auch Sie darin noch etwas verschicken.

Recycling: Was wird aus dem Altpapier?

Aus recyceltem Papier werden zum Beispiel Zeitungspapier, Schulhefte, Wellpappe und neue Kartons hergestellt. Oder Hygienepapiere wie Toilettenpapier, Taschen- oder Küchentücher. In Deutschland werden über 79 Prozent Recyclingpapier für die Produktion von Papier-, Karton- und Pappe verwendet. Die Herstellung von Recyclingpapier verbraucht nur die Hälfte der Energie und etwa ein Drittel des Wassers, das für die Produktion von Frischfaserpapier benötigt wird. Holz für diese Frischfasern muss oft über lange Strecken, zum Beispiel aus Kanada, transportiert werden. So entstehen zusätzlich hohe CO2 Emissionen, die dem Klima schaden.

Bitte nicht in die Altpapiertonne: beschichtete Kartons

Vorsicht bei beschichtetem Karton, Papier und Pappe: Sie sind für das Altpapierrecycling nicht geeignet. Mit Kunststoff beschichtete Kartons, Pappe oder Papiere können Sie – sofern Teil der Verpackung – in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack entsorgen. Auch Luftpolsterumschläge bestehen meist aus zwei Sorten Verpackung: Papier und Luftpolsterfolie. Da sie sich nur schlecht voneinander trennen lassen, kommen sie in den Restmüll. Besser: Sie nutzen sie einfach ein zweites Mal.

Wohin mit Luftpolsterkissen, Styropor, Folie & Co.

Ist alles unversehrt bei Ihnen angekommen? Dafür braucht es Füllmaterial aus Kunststoff wie Folien, Luftpolster, Schaumstoff oder Styropor. Diese Verpackungsabfälle gehören in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Das ist wichtig, denn nur dann können sie recycelt werden. Aus ihnen können, neben vielen anderen Produkten, zum Beispiel bunte Verpackungschips werden. Auch die können Sie in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack entsorgen.

Kunststoffverpackung wiederverwerten: gut für Kima und Umwelt

Auch das Recycling von Kunststoffabfällen lohnt sich. Es hilft, wichtige Ressourcen wie Rohöl einzusparen. Davon werden für die Herstellung neuer Kunststoffe große Mengen verbraucht. Aus recycelten Kunststoffen entstehen zum Beispiel Abflussrohre, Pflanztöpfe, Farbeimer, Reinigungsmittelflaschen und neues Verpackungsmaterial für Ihre Online-Einkäufe.

Ihre lokale Abfallberatung sowie weitere Tipps, wie Sie Müll richtig trennen und damit die Umwelt schützen, finden Sie auf www.mülltrennung-wirkt.de


Wohin mit ausgedienten Handys & Co?

Liegt bei Ihnen noch ein ausrangiertes Handy in der Schublade? Oder gleich mehrere? Hauptsache, Sie entsorgen sie nicht im Restmüll. Elektroschrott wie alte Mobiltelefone enthalten wertvolle Rohstoffe. Hier finden Sie Tipps, wie Sie ausgediente Handys und Co. richtig entsorgen.

Elektroschrott entsorgen: beliebte „Fehlwürfe“

Ausgedientes Handy in den Restmüll? Auf keinen Fall! Denn so gehen wertvolle Rohstoffe für immer verloren. Beim Entsorgen ausgemusterter Elektrogeräte und ihrem Zubehör gibt es einige Dauerbrenner, die immer wieder in der falschen Abfalltonne auftauchen. Häufig werden zum Beispiel CDs oder Audio- und Videokassetten in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack gefunden. Dort gehören sie nicht hinein.

Gelbe Tonne & Gelber Sack: Was darf rein - und was nicht?

In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack kommen nur Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Dort falsch entsorgte Audio- oder VHS-Kassetten können den späteren Sortierprozess erheblich behindern, da die Magnetbänder zu Verstopfungen und Staus in der Sortieranlage führen. Elektroaltgeräte wiederum können aufgrund enthaltener Akkus oder Batterien eine erhebliche Brand- oder Schadstoffgefahr bergen. Sie gehören in Spezialsammlungen oder auf den Wertstoffhof. Und Ihre alte CD-Sammlung? Die können Sie ebenfalls bei kommunalen Sammelstellen abgegeben.

Wohin mit Elektroaltgeräten?

Defekte Elektrogeräte können Sie in der Regel dort abgeben, wo Sie sie auch kaufen können. Elektronikfachmärkte müssen ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern ausrangierte Elektronik-Kleingeräte unentgeltlich annehmen. Auch dann, wenn Sie dort kein neues Gerät kaufen. Das gilt auch für den Online- und Versandhandel. Ab 2022 können Sie Altgeräte bis 25 cm Kantenlänge sogar in ihrem Lebensmittelmarkt abgeben (ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche).

Fachgerechtes Recycling von Elektroschrott

Ausrangierte Elektroaltgeräte können Sie auch direkt bei einem nahegelegenen Recycling- oder Wertstoffhof abgeben. Elektroschrott enthält Materialien und Stoffe, die recycelt und zu neuen Produkten verarbeitet werden können. Das sind zum Beispiel Kunststoff, Kupfer, Eisen oder Zink. Damit diese wertvollen Rohstoffe nicht verloren gehen, müssen sie fachgerecht recycelt werden. Schadstoffe wie Blei oder Quecksilber hingegen müssen sicher entsorgt werden.

Brandgefahr: Entsorgung von Akkus oder Batterien

Auch leere Batterien oder kaputte Akkus können bei einer Wertstoff-Sammelstelle kostenlos abgegeben werden. Besonders wichtig ist die richtige Entsorgung von Lithium-Batterien und Lithium-Akkus. Sie stecken beispielsweise in Smartphones, Notebooks, Laptops, Tablets oder Kameras. Sind sie beim Transport im Entsorgungs-LKW oder in der Sortieranlage Druck ausgesetzt, besteht Brandgefahr. Auslaufende ätzende Batterieflüssigkeit ist gefährlich für die Umwelt. Sammelboxen finden Sie zum Beispiel in Drogerie- oder Supermärkten. Außerdem bei Ihrem Wertstoff- und Recyclinghof, in Schadstoffmobilen oder in Bürgerbüros.

Handy zurückgeben - aber wie?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Sie können Ihr ausgedientes Handy im Mobilfunkladen oder Elektrofachgeschäft abgeben. Einige Mobilfunkanbieter nehmen Handys auch in Zahlung. Infos dazu finden Sie meist auf den Webseiten der Hersteller oder Anbieter. Auch Zubehör wie kaputte USB- oder Ladekabel und Mehrfachstecker können Sie im Fachhandel zurückgeben. Sie werden dort korrekt entsorgt. Außerdem sammeln viele gemeinnützige Organisationen gebrauchte Handys. Sie erhalten dafür einen festen Betrag von Recyclingunternehmen, den sie dann in Hilfsprojekte investieren können.

Ihr neues Handy ist schon da? So entsorgen Sie die Verpackung richtig: Kunststoffblister, Luftpolsterfolie oder Schaumstoffpolster kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Faltschachteln, feste Kartons und Füllmaterial aus Papier gehören ins Altpapier.

Viele weitere Infos zum Thema Mülltrennung finden Sie auf der Website der Initiative „Mülltrennung wirkt“:

www.muelltrennung-wirkt.de


Initiative "Mülltrennung wirkt": Die Botschaften kommen an

© Initiative „Mülltrennung wirkt“ / Christian Kruppa

Erster Jahresbericht: 2,5 Milliarden Kontakte für Aufklärungskampagne

Köln, 07.10.2021 – Nach mehr als einem Jahr Initiative „Mülltrennung wirkt“ ziehen die dualen Systeme eine positive Bilanz und legen jetzt einen umfassenden Bericht vor: Mit ihrer integrierten Verbraucherkampagne erreichten sie von März 2020 bis März 2021 insgesamt über 2,5 Milliarden Kontakte. Die Initiative klärt bundesweit Verbraucher*innen über die richtige Trennung von Restmüll und Verpackungen auf. Das Ziel: Der Restmüllanteil in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken soll reduziert und damit sowohl Sammelmengen als auch Qualität der Verpackungsabfälle für die Sortierung und Verwertung verbessert werden. Stichproben in vier Testregionen bestätigen die Wirksamkeit der Kampagne: Hier sanken die Fehlwurfquoten signifikant.

Im März 2020 startete die Initiative „Mülltrennung wirkt“ – gemeinsam ins Leben gerufen von den dualen Systemen in Deutschland. Mit einem effektiven Mediamix in Onlinekanälen, in TV- und Radiospots, mit Pressearbeit und auf ihrer Website informiert die Initiative Verbraucher*innen über richtige Abfalltrennung. Social-Media-Aktivitäten vergrößern die Reichweite und schaffen Interaktion – insbesondere mit der jungen Zielgruppe. „Statt des erhobenen Zeigefingers setzen wir auf Aufklärung und Information. Tipps zur richtigen Mülltrennung sind dabei immer gepaart mit der zentralen Botschaft, dass jede*r mit der richtigen Trennung von Verpackungen und Restmüll einen effektiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten kann“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative. Sämtliche Maßnahmen der Multichannel-Kampagne sind darauf ausgerichtet, die Menschen zum Mülltrennen zu aktivieren. Mit Erfolg: Die Kampagne der Initiative „Mülltrennung wirkt“ erzielt nicht nur hohe Reichweiten, sie zeigt auch Wirkung: Positive Rückmeldungen signalisieren, dass die Botschaften dort ankommen, wo sie eine Verhaltensänderung bewirken sollen – bei den Verbraucher*innen.

Restmüllanteil in Testregionen sinkt

Diesen Erfolg bestätigen auch Stichproben der Fehlwurfquoten in vier Testregionen – durchgeführt von einem unabhängigen Sachverständigen. Für die Messungen im Frühjahr 2021 wurde im Vorfeld die Informationskampagne „Mülltrennung wirkt“ in allen Testregionen lokal ausgespielt. So sollte überprüft werden, ob die Maßnahmen der Initiative das Verhalten der Verbraucher*innen zur korrekten Mülltrennung ändern können. Auch wenn die Messungen nicht repräsentativ sind, so sind die Ergebnisse ermutigend: Der Restmüllanteil in den Gelben Tonnen und Säcken sank in allen vier Testregionen im Vergleich zu den Nullmessungen im Herbst 2020 um mehr als zehn Prozentpunkte.

„Mülltrennung wirkt“ gewinnt starke Partner

Eine weitere wichtige Säule der Initiative sind Kooperationen mit Handel und Herstellern sowie mit kommunalen Abfallberatungen und Entsorgern. Diese Kooperationen sorgen nicht nur für eine zusätzliche Verbreitung der Botschaften. Die Kooperationspartner sind außerdem wesentliche und authentische Multiplikatoren. So konnten die dualen Systeme große Handelsketten wie zum Beispiel Netto Marken-Discount, EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen und EDEKA Südbayern, die Drogeriemarktkette Müller oder das Hamburger Drogeriemarktunternehmen BUDNI für eine Zusammenarbeit gewinnen. Auch Unternehmen aus der Konsumgüterindustrie wie die Marken WESCO und STYLEX schlossen sich der Kampagne an. Alle Partner stellten Werbeflächen und Kommunikationskanäle für die Verbreitung der Kampagnenmotive zur Verfügung.

Jahresbericht „Mülltrennung wirkt“ online abrufbar

Zur Dokumentation der Kampagne und ihrer Erfolge, veröffentlichen die dualen Systeme jetzt einen Bericht für den Zeitraum von März 2020 bis März 2021. Welche Herausforderungen mussten mit der Kampagne zur richtigen Mülltrennung kommunikativ gelöst werden? Wie können Strategie und Umsetzung effizient gesteuert werden und wer steckt hinter der Kampagnensteuerung? Diese Themen sowie die Maßnahmen und Ergebnisse der Presse- und Social-Media-Aktivitäten werden im Jahresbericht dargestellt.

Den Bericht und ein Video zur Kampagne „Mülltrennung wirkt“ finden Sie hier.

Über „Mülltrennung wirkt“

„Mülltrennung wirkt“ ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Die dualen Systeme organisieren mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz. An der bundesweiten Initiative „Mülltrennung wirkt“ sind aktuell zehn duale Systeme beteiligt. Gemeinsam wollen sie aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.


Joghurtbecher: Wie trennt man sie richtig?

Verpackungsrecycling schont Klima und Ressourcen. Doch das funktioniert nur, wenn Sie Verpackungen richtig entsorgen. Hier finden Sie Tipps zur Mülltrennung, mit denen Sie Recycling noch effizienter machen.

Recycling fängt zu Hause an

Verpackungen sind wichtig. Sie schützen Produkte zum Beispiel vor Verunreinigung und Beschädigung oder verhindern, dass Lebensmittel schnell verderben. Allerdings: Für ihre Herstellung werden Rohstoffe verbraucht und es entstehen klimaschädliche Treibhausgase.

Verpackungsrecycling hilft, Rohstoffe einzusparen und das Klima zu entlasten. Die wichtigste Voraussetzung dafür: eine korrekte Mülltrennung.

Die Grundregel für richtige Mülltrennung

In die Gelbe Tonne/den Gelben Sack gehören ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Papier, Pappe und Karton sammeln Sie in der Altpapiertonne, Glasverpackungen nach Farben sortiert in entsprechenden Altglascontainern.

Ganz einfach! Sie wollen es aber genauer wissen?

Tipps für noch bessere Mülltrennung

  • Joghurtbecher trennen: Joghurtbecher bestehen aus unterschiedlichen Materialien. Sie müssen voneinander getrennt entsorgt werden, damit alle Bestandteile recycelt werden können. Der Deckel aus Aluminium wird vom Kunststoffbecher abgelöst. Danach gehört beides in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack. Falls eine Banderole aus Papier vorhanden ist, so kommt sie in die Papiertonne. Damit erleichtern Sie den Sortierprozess der verschiedenen Materialien für eine effizientes Recycling. Übrigens, ausspülen ist nicht nötig. Einfach gut auslöffeln und dann entsorgen.
  • Eine Verpackung, verschiedene Kunststoffe: Bei vielen Kunststoffverpackungen für Lebensmittel besteht die Verschluss- oder Sichtfolie aus anderen Kunststoffen als die Schale. Moderne Sortieranlagen sortieren und recyceln Leichtverpackungen nach Kunststoffart. Aus den recycelten Kunststoffen entstehen hochwertige neue Produkte. Sie können hier helfen, indem Sie Verpackungsbestandteile, soweit möglich, voneinander getrennt in der Gelbe Tonne/dem Gelben Sack entsorgen.
  • Bitte nicht stapeln: Mehrere Verpackungen ineinandergeschoben? Das spart zwar Platz, erschwert aber die Arbeit von Sortieranlagen. Besser: Joghurtbecher und andere Verpackungen nicht stapeln, Getränkekartons & Co. flachdrücken und in der Gelben Tonne/dem Gelben Sack entsorgen.
  • Glasverpackungen: Mit oder ohne Deckel? Werden Glasflaschen mit Verschluss im Altglascontainer entsorgt? Oder kommt der Verschluss separat in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack? Beides geht! Nur in den Restmüll sollte der Deckel auf keinen Fall gelangen. Denn so gehen Wertstoffe wie Weißblech oder Kunststoffe dem Recyclingkreislauf unwiederbringlich verloren.
  • Papier ist nicht gleich Papier: Papier, Pappe, Karton gehören ins Altpapier – das ist eigentlich ganz einfach. Doch Vorsicht, manche Produkte sind zwar papierähnlich oder bestehen in Teilen auch aus Papier, gehören aber in den Restmüll! Das gilt zum Beispiel für Taschen-, Kosmetik- und Feuchttücher, Papierservietten und -Küchentücher oder Tapeten.

Müll richtig trennen für mehr Recycling

Je besser wir unseren Abfall trennen, desto mehr Wertstoffe können recycelt werden und desto größer ist der Nutzen für unsere Umwelt. So vermeidet jede Tonne Recyclingkunststoff, die statt Primärkunststoff aus zum Beispiel Rohöl zum Einsatz kommt, zwischen 1,5 und 3,2 Tonnen klimarelevanter Treibhausgase (CO2-Äquivalente). Papier kann zehn- bis 25-mal wiederverwendet werden. Das spart Rohstoffe wie Wasser, Holz und Energie. Glasscherben wiederum können ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen werden. Neue Glasflaschen bestehen zu 60 Prozent aus Altglas, Grünglas sogar aus bis zu 90 Prozent.

Noch mehr Infos und Fakten zum Thema Mülltrennung erfahren Sie auf der Website „Mülltrennung wirkt“:

www.muelltrennung-wirkt.de


Schulstart: So lernen Kinder Mülltrennung

Wohin kommen alte Stifte oder leere Trinkpäckchen? Viele finden, richtige Mülltrennung gehört zur Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen. Und wo lernt man das? Üben können Sie schon jetzt zuhause.

Mülltrennung für Kids

89 Prozent der Deutschen finden: Das Wissen über richtige Mülltrennung und Recycling gehört zur Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen.

Denn: Wer seinen Abfall richtig trennt, hilft, Klima und wichtige Rohstoffe zu schonen.

Mülltrennung zuhause üben

Die Ferien sind zu Ende? Dann holen Sie Schulranzen oder Schulrucksack aus der Sommerpause. Beim Ausmisten überlegen Sie und ihre Kids gemeinsam: Kommen Reste von Bastelpapier in die Papier- oder in die Gelbe Tonne? Was tun mit ausgetrockneten Stiften? Und wohin mit Abfällen, die im Schulalltag anfallen – vom Trinkpäckchen über Müsliverpackungen bis hin zu Obstschalen? Wetten, dass Ihre Kids das später gut alleine können? Damit nichts schiefgeht, finden Sie hier die wichtigsten Trenn-Tipps für Schulkinder:

Gebrauchte Verpackungen richtig entsorgen

Beginnen wir mit der kinderleichten Grundregel für richtige Mülltrennung: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören ausschließlich leere Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Einzelne Bestandteile wie Deckel oder Schraubverschlüsse sollten Sie voneinander getrennt entsorgen. Das erleichtert das Recycling.

Das heißt also, alle leeren Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundstoffen wie Getränkekartons kommen in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Das sind zum Beispiel ausgetrunkene Trinkpäckchen oder Verpackungen von Müsliriegeln. Vorsicht bei Kunststoffflaschen und Getränkedosen: Seit Juli 2021 wird auf deutlich mehr Getränkeverpackungen Pfand erhoben, zum Beispiel auch für Fruchtsäfte ohne Kohlensäure. Ist also ein Pfandzeichen drauf, gibt es dafür Pfand zurück. Wenn nicht, kommen sie in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Dagegen gehören leere, unbepfandete Glasverpackungen nach Farben sortiert in die passenden Glascontainer.

Schulbrot in der Pause nicht gegessen? Nicht mehr genießbare Brote (ohne Verpackung), Bananenschalen, Obst- oder Gemüsereste können Sie in der Biotonne entsorgen. Übrigens gibt es auch viele Möglichkeiten, Abfälle zu vermeiden: Geben Sie zum Beispiel Ihren Kindern Butterbrote und Getränke in Brotdosen oder Mehrwegflaschen mit.

Wohin mit leeren Klebestifthüllen und Tuben?

Leere Klebestifte oder Klebstofftuben aus Aluminium und Kunststoff sind ebenfalls Verpackungen, gehören also in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Vertrocknete Reste können Sie vorher im Restmüll entsorgen.

Hefte, Pappschachteln, Bastelpapiere & Co.

Umverpackungen und Faltschachteln aus Pappe, zum Beispiel für Buntstifte, oder Kartons kommen ins Altpapier. Dorthin gehören auch vollgeschriebene Schulhefte, Heftumschläge aus Papier, Pappschachteln und -Rohre oder auch Schnipsel von nicht mehr brauchbarem Bastelpapier. Ausgediente Schulbücher können Sie ebenfalls in der Papiertonne entsorgen. Umschläge oder Einbände aus Kunststoff bitte vorher entfernen, sie sind ein Fall für den Restmüll. Das gilt auch für benutzte Papiertaschentücher und verklebte Butterbrottüten.

Kaputte Stifte, Radiergummis und Tintenkiller entsorgen

Ausgediente Bleistifte, Filzstifte, Textmarker, Tintenkiller, leere Tintenpatronen und Radiergummis, kaputte Pinsel, aufgebrauchte Wasserfarben, ausgemusterte Malkästen oder auch nicht mehr brauchbare Büroklammern kommen in den Restmüll. Denn alle diese Dinge sind keine Verpackungen.

Und wohin mit Schulranzen oder Schulrucksäcken?

Ausrangierte Schulranzen oder -Rucksäcke entsorgen Sie im Restmüll – sofern sie dort hineinpassen. Zu große Modelle gehören auf den Sperrmüll. Aber checken Sie Ranzen oder Rucksack vorher: Sind sie gut erhalten, freuen sich zum Beispiel Wohltätigkeitsinitiativen über Ihre Schulranzen-Spende!

Ihre Kids wollen wissen, was mit dem getrennten Abfall passiert? Dann schauen Sie doch mal dieses Video an: „Tobi Krell erklärt die richtige Mülltrennung“.

Noch mehr Infos und Fakten zum Thema Mülltrennung erfahren Sie auf der Website „Mülltrennung wirkt“:

www.muelltrennung-wirkt.de


Erdüberlastungstag: Mit richtiger Mülltrennung Ressourcen und Klima schonen

An diesem Donnerstag, 29. Juli, ist Erdüberlastungstag. Das bedeutet, die Weltbevölkerung hat seit Jahresbeginn bis zu diesem Tag so viele natürliche Ressourcen verbraucht, wie die Erde in einem Jahr erneuern kann.

Einen wesentlichen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz leistet das Recycling von Verpackungen. In einem neuen Animationsfilm erklärt die Initiative „Mülltrennung wirkt“ anlässlich des Erdüberlastungstages daher, wie Verbraucher*innen durch konsequente Abfalltrennung tagtäglich Ressourcen schonen können. Denn jede Verpackung, die richtig in der Gelben Tonne/dem Gelben Sack, im Altpapier oder in Glascontainern entsorgt wird, kann recycelt werden.

Jedes Jahr berechnet und veröffentlicht die internationale Nachhaltigkeitsorganisation Global Footprint Network das Datum des Erdüberlastungstags („Earth Overshoot Day“). Danach entnimmt die Menschheit der Erde derzeit 74 Prozent mehr biologische Ressourcen, als innerhalb eines Jahres von der Natur regeneriert werden können – als stünden uns 1,74 Erden zur Verfügung und nicht nur eine.

Neuer Animationsfilm: Mit Verpackungsrecycling Ressourcen schonen

Einfach und anschaulich zeigt der neue Animationsfilm der Initiative „Mülltrennung wirkt“ Verbraucher*innen, wie sie durch richtige Abfalltrennung helfen können, Ressourcen effektiv einzusparen. Anhand alltäglicher Beispiele erfahren sie, welche Verpackungen – von der Milchverpackung über Kartons bis hin zu Konservendosen oder Flaschen – in die Gelbe Tonne/ den Gelben Sack, ins Altpapier oder in Glascontainer gehören. Anschließend erklären animierte Grafiken leicht verständlich, wie die unterschiedlichen Verpackungsmaterialien, etwa Verbundstoffe, Weißblech oder Kunststoff, aufbereitet und recycelt werden. So erfahren Verbraucher*innen zum Beispiel, dass sich Verpackungen aus Weißblech unbegrenzt oft recyceln lassen oder welche neuen Produkte aus recycelten Kunststoffverpackungen entstehen können.

„Ressourcenschonung ist eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Dafür leistet das Recycling von Verpackungen einen wichtigen Beitrag“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Mit Recycling halten wir Rohstoffe im Kreislauf, anstatt neue zu verbrauchen. Das funktioniert allerdings nur, wenn alle mitmachen und Verpackungen richtig in der Gelben Tonne/dem Gelben Sack, im Altpapier oder in Glascontainern entsorgen. Geraten Wertstoffe in den Restmüll, werden sie verbrannt und gehen dem Kreislauf damit für immer verloren.“

Recycling schont effektiv Ressourcen und Klima

Welchen Beitrag Recycling zum Klimaschutz leisten kann, hat das renommierte Öko-Institut in Freiburg berechnet: So spart das Recycling von Verpackungen aus der Gelben Tonne/dem Gelben Sack, von Glas sowie von Papier, Pappe und Karton in Deutschland jährlich mindestens 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein. Das entspricht den Treibhausgasemissionen einer Stadt in der Größe von Bonn im gleichen Zeitraum.

Wichtige Voraussetzung für diesen Beitrag ist jedoch die korrekte Mülltrennung. Denn nur wenn Verbraucher*innen ihre Leichtverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien wie Getränkekartons konsequent in der Gelbe Tonne/dem Gelben Sack, Papierverpackungen in der Papiertonne und Glasverpackungen nach Farben sortiert in Glascontainern entsorgen, können diese recycelt und zu neuen Produkten verarbeitet werden.

Aus Kunststoffverpackungen entstehen zum Beispiel Folien, Blumentöpfe oder Farbeimer. Bei eingeschmolzenem Weißblech sind die Einsatzmöglichkeiten besonders vielfältig. So muss aus einer Dose keineswegs wieder eine Dose werden, genauso lassen sich Produkte, zum Beispiel Kanister oder Karosserieteile für Autos, fertigen. Auch Aluminium ist ein langlebiger Rohstoff: Noch heute sind etwa 75 Prozent des seit 1888 produzierten Aluminiums im Umlauf. Das Recycling von Papier ist besonders effektiv: Papier kann – abhängig von Qualität und Verschmutzungsgrad – zehn- bis 25-mal wiederverwendet werden. Das spart Rohstoffe wie Wasser, Holz und Energie. Glasscherben wiederum können ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen werden. Neue Glasflaschen bestehen zu 60 Prozent aus Altglas, Grünglas sogar aus bis zu 90 Prozent.

Der Animationsfilm über Verpackungsrecycling ist ab sofort hier zu sehen: www.muelltrennung-wirkt.de/fakten/recyclingkreislauf/

Weitere Informationen zum Thema richtige Mülltrennung finden Sie unter: www.mülltrennung-wirkt.de

Über „Mülltrennung wirkt“
„Mülltrennung wirkt“ ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Die dualen Systeme organisieren mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz. An der bundesweiten Initiative „Mülltrennung wirkt“ sind aktuell zehn duale Systeme beteiligt. Gemeinsam wollen sie aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.


Mülltrennung für Haustiere

Sind auch Sie letztes Jahr auf Hund, Katze oder Hamster gekommen? Mit Ihrem neuen Familienmitglied fallen auch neue Abfälle an. Wie Sie die richtig entsorgen, das erfahren Sie hier.

Wenn bei Ihnen im letzten Jahr ein neues Haustier eingezogen ist, dann geht es Ihnen wie vielen Menschen: Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 ist laut Angaben von Fachverbänden die Anzahl tierischer Mitbewohner in deutschen Haushalten um eine Million auf knapp 35 Millionen angestiegen.

Mülltrennung: Neue Mitbewohner, neue Abfälle

Mit Ihrem neuen Haustier ziehen auch Produkte für seine Ernährung, Pflege und Unterhaltung bei Ihnen ein. Und es gibt neuartige Abfälle: Wohin kommen leere Verpackungen von Futter und Pflege? Was tun mit zerbissenen Spielbällen und gebrauchtem Katzenstreu? Diese Abfälle müssen richtig getrennt und entsorgt werden.

Futter und Pflege: Leere Verpackungen richtig trennen

Ihr neues Familienmitglied mit Samtpfoten bekommt Futter aus Alu-Schalen? Ihr frisch eingezogener „Best Buddy“ mit dem treuen Blick liebt Dosenfutter? Auch bei der Entsorgung der Verpackungen von Tierfutter, Pflegeprodukten und sonstigem Haustierzubehör gilt die Regel: Restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind, gehören in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack.

Das sind zum Beispiel:

  • Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium oder Weißblech wie Standbodenbeutel, Aluminiumschalen oder Konservendosen für Tierfutter;
  • Kunststoffverpackungen von Kauknochen oder Belohnungsleckereien;
  • Verbundverpackungen wie beschichtete Tüten von Katzen- oder Kleintierstreu;
  • Verpackungen von Fellpflegeprodukten, zum Beispiel Hunde- oder Katzenshampoo, oder leere Zahnpastatuben;
  • Putzmittelflaschen für die Reinigung von Käfigen und Katzentoilette sowie Hygienesprays.

Wichtig: Deckel oder Schraubverschlüsse sollten Sie getrennt von anderen Verpackungsbestandteilen in der Gelben Tonne oder den Gelben Sack entsorgen, Spraydosen müssen unbedingt völlig entleert sein.

Wer sich an diese Regeln hält, schont die Umwelt. Denn nur Verpackungen, die in der Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgt werden, können recycelt werden.

Noch mehr Recycling: Glas und Papier entsorgen

Leere Glasverpackungen, zum Beispiel von Vitaminpräparaten oder Pflegeölen werden nach Farben sortiert in die passenden Glascontainer geworfen. Ins Altpapier, also in die blaue Tonne, kommen Umverpackungen oder Verpackungsbestandteile aus Papier und Karton.

Spielen: Wohin mit zerbissenen Bällen, alten Laufrädern & Co.?

Hund, Katze, Hamster oder Zwergkaninchen: Für eine artgerechte Tierhaltung brauchen Ihre neuen Mitbewohner nicht nur liebevolle Pflege, Futter und Schlaf. Sie müssen auch gut unterhalten werden. Zerbissene Bälle und kleineres ausgemustertes Spielzeug, zum Beispiel aus Kunststoff oder Holz, kommen in den Restmüll. Große Gegenstände wie ausgediente Kratzmöbel oder ein Katzenklo können Sie auf dem Sperrmüll entsorgen. Alte Käfige, Fressnäpfe oder Spielzeuge aus Metall können Sie bei Ihrem Wertstoffhof abgeben.

Hygiene: Haare, Federn, gebrauchtes Katzenstreu & Co. richtig entsorgen

Tragen Sie beim Reinigen von Käfig oder Katzenklo Einweghandschuhe, kommen diese danach in die Restmülltonne. Katzenkot können Sie in der Toilette entsorgen – aber immer ohne Katzenstreu! Und auch nur, wenn Sie im Katzenklo Naturstreu verwenden. Katzen- oder Kleintierstreu entsorgen Sie am sichersten im Restmüll. Die Ausnahme: Naturstreu aus biologisch abbaubarem Material. Das darf, je nach Regelung ihrer Kommune, auch in die Biotonne. Dorthin gehören auch Tierhaare und Federn.

Viele weitere Infos zum Thema Mülltrennung für Mensch und Tier finden Sie auf:

www.muelltrennung-wirkt.de


Fünf Vorurteile über Mülltrennung – was stimmt wirklich?

Fünf Vorurteile über Mülltrennung – was stimmt wirklich?

Den Müll richtig zu trennen hilft, wertvolle Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Doch immer noch kursieren Vorurteile über Mülltrennung, die viele Menschen verunsichern. Erfahren Sie jetzt, was wirklich stimmt!

1. Warum Müll trennen? Das wird doch sowieso alles verbrannt
Stimmt nicht! Verbrannt wird nur der Inhalt Ihrer grauen Restmülltonne – geraten hier Verpackungen hinein, gehen Wertstoffe für immer verloren. Verpackungen, die in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack entsorgt werden, können dagegen recycelt werden. Das gilt auch für Glasverpackungen aus den Altglas-Containern und Altpapier aus der Papiertonne. Aus den gesammelten Verpackungen entstehen so neue Kunststoff-, Glas- oder Papierprodukte – das spart Ressourcen und schont das Klima. Deshalb: Leere Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Leere Glasflaschen entsorgen Sie, nach Farben sortiert, in die passenden Glascontainer. Verpackungen aus Papier, Pappe oder Karton kommen ins Altpapier.

2. Warum soll ich den Müll trennen? Das macht doch die Sortieranlage
Falsch! Richtig ist: In Sortieranlagen für Leichtverpackungen werden die in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack gesammelten Verpackungen in die verschiedenen Materialarten, wie Aluminium, Weißblech oder auch unterschiedliche Kunststoffarten, getrennt. Aus diesen Stoffen stellen Verwerter neue Produkte her. Gerät Restmüll wie ein alter Putzlappen oder Lebensmittelreste zwischen die Verpackungen, können diese im Sortierprozess nicht eindeutig erkannt werden – das erschwert oder verhindert sogar das Recycling. Wenn Sie also zuhause Ihren Abfall richtig trennen, helfen Sie, Rohstoffe
effizient zu recyceln.

3. In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack kommt nur Plastikmüll
Das stimmt nicht. Ja, in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack kommen leere Verpackungen aus Kunststoff. Aber das ist längst nicht alles! Auch Verpackungen aus Weißblech, Aluminium und Verbundmaterialien – wie Getränkekartons – gehören dort hinein. Doch Vorsicht: Gegenstände aus Plastik, Metall oder Verbundstoff, die keine Verpackung sind, dürfen in der Regel nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Dazu zählen zum Beispiel kaputtes Kinderspielzeug, alte Eimer oder Zahnbürsten. Einzige Ausnahme: In manchen Regionen gibt es Wertstofftonnen, in denen leere Verpackungen gemeinsam mit Gegenständen aus Plastik oder Metall gesammelt werden.

4. Glas nach Farben sortieren? Das wird doch alles wieder zusammengekippt
Ein Mythos! Fakt ist: Sammelfahrzeuge, die Glascontainer leeren, haben für den Transport von Grün-, Braun- und Weißglas jeweils unterschiedliche Kammern. Und auch in den Aufbereitungsanlagen bleiben die Farben strikt getrennt. Das Zusammenkippen getrennter Glasscherben würde zu erheblichen Verunreinigungen führen, die ein sortenreines Recycling erschweren. Geraten zum Beispiel braune Glasscherben zwischen die weißen, verfärbt sich beim Einschmelzen das gesamte Weißglas. Übrigens: Glasverpackungen lassen sich beliebig oft einschmelzen und recyceln. Jede Glasflasche besteht heute zu 60 Prozent aus "Alt"-Scherben, bei grünen Glasflaschen sind es sogar bis zu 90 Prozent. Der Einsatz von Recyclingglas spart jede Menge Energie und schont das Klima.

5. Mülltrennung hilft der Umwelt nicht
Ein Irrtum! Bewiesen ist: Wer Verpackungen und Restmüll trennt, leistet einen wirkungsvollen Beitrag zum Umweltschutz. Denn nur richtig entsorgte Verpackungen können recycelt werden. Dadurch bleiben wertvolle Rohstoffe erhalten, das schont Ressourcen und Klima. Das Öko-Institut in Freiburg hat zum Beispiel berechnet, dass durch das Recycling von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack sowie von Glas, Papier, Pappe und Karton aus den entsprechenden Sammelbehältern im Jahr rund 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente in Deutschland eingespart werden. Das entspricht den Emissionen einer Stadt in der Größe von Bonn im gleichen Zeitraum.

Noch mehr Infos und Fakten zum Thema Mülltrennung erfahren Sie auf der Website „Mülltrennung wirkt“:

www.muelltrennung-wirkt.de


Vier Fakten zum Thema Mülltrennung

Umwelt, Klima und Ressourcen schützen: Vier Fakten zum Thema Mülltrennung

Wie sinnvoll ist Mülltrennung wirklich? Leisten wir einen positiven Beitrag zum Umweltschutz, wenn wir unseren Müll sortieren? Wie Sie wirkungsvoll zum Umwelt- und Ressourcenschutz beitragen, wenn Sie Verpackungen und Restmüll richtig trennen, zeigen diese vier Fakten.

Fragen Sie sich manchmal, warum wir unseren Müll jeden Tag richtig trennen und entsorgen sollen? Dafür gibt es gute Gründe: Korrekt entsorgte Verpackungen können recycelt werden. Aus ihnen entstehen neue Produkte. Auf diese Weise helfen Sie aktiv mit, Rohstoffe und CO2 Emissionen einzusparen.

Fakt 1: Richtige Mülltrennung schont wertvolle Rohstoffe

So funktioniert‘s: Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialen wie Getränkekartons sammeln Sie in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack. So können sie später recycelt und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Aus Kunststoffverpackungen entstehen zum Beispiel Folien, Blumentöpfe oder Farbeimer. Altpapier, das Sie in der blauen Tonne sammeln, wird zu Briefumschlägen, Transportkartons oder Hygienepapier aufbereitet. Die Papier-, Karton- und Pappenproduktion in Deutschland verwendet mehr als 79 Prozent Altpapier. Und das Glas aus den Altglascontainern? Verpackungen aus Glas lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig oft einschmelzen. Glasflaschen bestehen bereits zu 60 Prozent aus Altglas. Grünglas sogar aus bis zu 90 Prozent. Und hätten Sie das gewusst: Noch heute sind etwa 75 Prozent des seit 1888 produzierten Aluminiums im Umlauf.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Sie Abfall richtig trennen? Hier finden Sie praktische Trenntabellen – auch zum Ausdrucken.

Fakt 2: Richtige Mülltrennung reduziert den CO2-Ausstoß

Das Öko-Institut in Freiburg hat berechnet, dass durch das Recycling von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, Glas sowie Papier, Pappe und Karton in Deutschland jährlich rund 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das entspricht den CO2-Emissionen einer Stadt in der Größe von Bonn im gleichen Zeitraum. So verringert der Einsatz von Altglas bei der Herstellung von Recyclingglas den CO2-Ausstoß um mehr als ein Drittel. Jede Tonne Recyclingkunststoff, die statt vergleichbarer Neuware eingesetzt wird, vermeidet zwischen 1,5 und 3,2 Tonnen klimarelevanter Treibhausgase (CO2-Äquivalente).

Fakt 3: Richtige Mülltrennung spart Energie

Entnehmen wir Rohstoffe aus der Natur, verbraucht das viel Energie. Gewinnen wir dagegen Recyclingrohstoffe aus gebrauchten Verpackungen, spart das große Mengen an Energie ein. Für die Produktion von Recyclingpapier wird etwa nur ein Drittel der Energie benötigt, die für die Herstellung von Frischfaserpapier aufgewendet werden muss. Das Recycling von Aluminium spart sogar bis zu 95 Prozent der Energie, die für die Primärerzeugung von Aluminium notwendig ist. Und auch die Verwendung von Recyclingglas senkt den Energieverbrauch: Zehn Prozent Scherbeneinsatz reduzieren die Schmelzenergie um drei Prozent.

Fakt 4: Richtige Mülltrennung sorgt für kurze Transportwege

Importierte Rohstoffe müssen oft lange Transportwege zurücklegen. Zellstoff für die Herstellung von Papier zum Beispiel, wird häufig aus tropischen Holzanbaugebieten oder aus Kanada importiert. Altpapier aus unseren regionalen Altpapiersammlungen hat dagegen deutlich kürzere Transportwege. Das gilt auch für Recyclingkunststoff. Für die Herstellung von neuem Kunststoff wird Erdöl benötigt, das die produzierenden Unternehmen meist aus Ländern außerhalb Europas einführen müssen. Kunststoffabfälle aus der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack stehen hingegen auf kurzen Wegen zur Verfügung.

Auf der Website „Mülltrennung wirkt“ erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit korrekter Mülltrennung Ressourcen, Umwelt und Klima schonen.