Voltfang gewinnt den Green Alley Award 2022

Der diesjährige Green Alley Award geht an das deutsche Start-Up Voltfang. Das Unternehmen konnte die Jury mit einem Stromspeichersystem aus wiederverwendeten Elektroauto-Batterien überzeugen und sich am 28. April im Rahmen eines Live-Pitches gegen fünf weitere Finalisten durchsetzen.

Berlin, April 29, 2022. Der Gewinner des Green Alley Awards 2022, Europas erstem Start-Up-Preis der Circular Economy ist Voltfang aus Deutschland. Die Geschäftsidee des Start-Ups: Ihr nachhaltiges Speichersystem verwendet ausschließlich gebrauchte Batterien aus Elektroautos. Auf diese Weise kann das Voltfang-System überschüssige Energie aus Sonnenkollektoren speichern und saubere Energie für Unternehmen bereitstellen.

Jan Patrick Schulz, CEO der Landbell Group und Initiator des Awards, ist sehr zufrieden mit dem diesjährigen Gewinner: „Voltfang greift ein wichtiges Thema für die Kreislaufwirtschaft auf. Die Zahl der Elektroautos auf unseren Straßen wird nach den Plänen der EU bis 2030 auf 30 Millionen ansteigen und damit auch die Menge der Altbatterien aus diesen Autos. Was uns an der Geschäftsidee von Voltfang überzeugt hat, ist die Tatsache, dass sie sich nicht nur darauf spezialisiert haben, das Beste aus diesen Altbatterien zu machen, sondern auch dazu beitragen, die Ökostrom-Lücke im Rahmen unserer Energiewende zu schließen. Das Startup macht sich die Tatsache zunutze, dass Lithium-Ionen-Batterien nach dem Auswechseln aus Elektroautos noch viel Saft haben. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus von Altbatterien verlängert und bereits produzierte Energie verfügbar gemacht, wann immer sie gebraucht wird“.

David Oudsandij, Mitgründer und CFO of Voltfang, freut sich über die Auszeichnung und erklärt, wie das Start-Up das Preisgeld von 25.000 Euro verwenden wird: „Wir sind begeistert, diese Auszeichnung zu erhalten. Wir befinden uns jetzt in einer kritischen Phase der Erderwärmung; jede Sekunde zählt. Wir brauchen nachhaltige Speicherlösungen wie unseren Voltfang-Stromspeicher, um die Energiewende zu schaffen. Nur so können wir Ressourcen schonen, die Abhängigkeit aus dem Ausland reduzieren und so manche Batterie vor dem Abfall retten. Daher werden wir das Preisgeld nutzen, um unser Produkt zu kommerzialisieren, mehr Wirkung zu erzielen und eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.“

Der Green Alley Award ist der erste europäische Start-Up Preis für die Kreislaufwirtschaft. Seit 2014 zeichnet die Landbell Group zusammen mit PartnerInnen der Branche junge GründerInnen aus, die sich für eine Circular Economy in Europa engagieren und fördert damit bahnbrechende Lösungen in den Bereichen Digital Circular Economy, Recycling und Abfallvermeidung.

"Mit dem Green Alley Award stellen wir Kreislaufwirtschafts-Start-Ups wie Voltfang ins Rampenlicht, die einen entscheidenden Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten können“, so Jan Patrick Schulz.

Mehr Informationen können Sie hier in der Pressemitteilung lesen.


Die Flut geht, der Abfall bleibt

Landbell unterstützt Forschungsarbeiten zu Hochwasserabfall nach der Flut in Rheinland-Pfalz

Wir alle erinnern uns noch an die schrecklichen Bilder der Flutkatastrophe in Deutschland vom letzten Jahr. Die Wassermassen haben ganze Ortschaften verwüstet und viel Zerstörung und damit auch Müllberge zurückgelassen. Vor allem im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler haben die Fluten große Schäden verursacht. Aber was bleibt, wenn das Wasser weg ist?

Am 15. März 2022 wurde ein Bericht von Thinking Circular® veröffentlicht (Consultancy der früheren RP Wirtschaftsministerin Eveline Lemke) mit dem Titel „Schlussfolgerungen Hochwasserabfall Ahrtal Flut 2021“. Auf 100 Seiten fassen die Autoren des Berichts zusammen, wie die Manager*innen der Abfallwirtschaft nach der Flut im Juli 2021 im Landkreis Ahrweiler den riesigen Mengen an Hochwasserabfällen Herr werden konnten. Dabei bildet der Bericht nicht nur die Stoffströme ab und zeigt, wo welche Mengen in welcher Qualität angefallen sind. Er zeigt auch Lösungsansätze auf, wie das Abfallmanagement bei der Vorsorge vor Krisen und in das Katastrophenmanagement eingebunden werden sollte, auch um die Auswirkungen von Katastrophen auf Klima-Kipp-Effekte zu begrenzen.

„Die Abfallwirtschaft muss dringend neben den Rettungsdiensten in die Krisenstrukturen mitgedacht und eingebaut werden. Hier besteht Regelungsbedarf. Konzepte zur Zwischenlagerung können bereits in der Schublade liegen, ebenso wie Handbücher für Krisenmanager, in denen die Regeln für gute Abfallbewirtschaftung zu finden sind. Abfall spielte beim Retten eine untergeordnete Rolle. Das muss sich ändern, denn das Management der Abfälle ist teuer und kann nur optimiert werden, wenn die Planung dazu bereits beim obersten Krisenmanagement mitgedacht wird.“

Als Umwelt- und Entsorgungsspezialist mit Hauptsitz in Mainz hat die Landbell Group den Forschungsbericht gesponsert. Den ganzen Bericht können Sie hier lesen.


Neues Landbell Group Branding

Von heute an sehen Sie, dass wir das Logo von Landbell Deutschland, der LANDBELL GROUP und fünf unserer Unternehmen geändert haben:

Wir möchten damit noch deutlicher zeigen, dass wir alle zu einer Unternehmensgruppe gehören – einer Gruppe, an die Sie sich wenden können, wenn es um die Einhaltung von Umwelt- und Chemikalienvorschriften in Ihrem Unternehmen geht.

Die Logos unserer Unternehmen sind nun durch ein gemeinsames Symbol verbunden, ein Quadrat mit Pfeilen. Dies steht für das Prinzip der Kreislaufwirtschaft und unsere weltweite Plattform für EPR.

Die verschiedenen Farben zeigen dabei das gesamte Spektrum unseres Angebotes. Die umfassenden Kernkompetenzen der LANDBELL GROUP – Compliance, Beratung und Software – unterstützen Unternehmen bei der Erfüllung ihrer EPR-Verpflichtungen auf der ganzen Welt:

  • Rot steht für unsere Unternehmen, die Compliance-Systeme betreiben, wie ERP international und Landbell Deutschland in Deutschland
  • Dunkelblau steht für unsere Unternehmen, die Beratungsdienstleistungen anbieten, wie Landbell H2 Compliance
  • Hellblau steht für unser IT-Unternehmen Landbell Software (ehemals Prodigentia)
  • Grün steht für unsere Unternehmen, die einen Mix aus komplementären Dienstleistungen (Compliance und Beratung) anbieten, wie z.B. Landbell DS Entsorgung

Sie werden keine Änderungen im Kontakt mit Ihren Ansprechpartnern bei der LANDBELL GROUP feststellen, die Sie bereits kennen und denen Sie vertrauen. Wenn Sie jedoch

  • Informationen über unsere Rücknahmesysteme benötigen
  • mit einem unserer Berater über das Management von EPR und Rücknahme auf globaler Ebene sprechen oder
  • eine Softwarelösung einführen möchten, um Komplexität und Kosten zu reduzieren,

dann hilft Ihnen einer unserer 400 Mitarbeiter aus unserer Unternehmensgruppe. Bitte nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.

 


Sie benötigen Unterstützung bei der Erstellung und Abgabe Ihrer Vollständigkeitserklärung (VE)?

Sie haben gerade eine Aufforderung der Zentralen Stelle zur Abgabe einer Vollständigkeitserklärung erhalten und benötigen zuverlässige und schnelle Unterstützung?

Ihr Unternehmen ist zur Abgabe einer Vollständigkeitserklärung verpflichtet, wenn Ihre im Jahr 2021 auf dem deutschen Markt in Verkehr gebrachten Verpackungsmengen die folgenden Mengenschwellen erreichen:

• mehr als 80.000 kg Glas, und/oder
• mehr als 50.000 kg Papier, Pappe, Karton und/oder
• mehr als 30.000 kg Leichtverpackunen (Eisenmetalle, Aluminium, Kunststoff, Getränkekartonverpackungen, sonstige Verbundverpackungen)

Die Vollständigkeitserklärung muss von einem registrierten Sachverständigen, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder vereidigten Buchprüfer geprüft und bestätigt werden.

Wir empfehlen Ihnen, schnell zu handeln, da die Behörden bei Nichtvorlage der Vollständigkeitserklärung ein Bußgeld von bis zu 100.000 € verhängen können.

Frist für die Einreichung in LUCID: spätestens am 15. Mai 2022

Unsere Dienstleistungen umfassen:

  • Prüfung durch einen Partner-Wirtschaftsprüfer zu einem Vorzugspreis
  • Unterstützung bei der Datenaufbereitung
  • Unterstützung bei der Eingabe aller erforderlichen Daten in das LUCID-Portal
  • Unterstützung bei der Kommunikation mit dem Auditor

Gerne beraten und unterstützen wir Sie bei der Abgabe Ihrer Vollständigkeitserklärung.
Wenn Sie noch Fragen haben oder eine Lösung benötigen, kontaktieren Sie uns unter vertriebausland@landbell.de. Wir sind für Sie da!


Es stehen große Änderungen bevor für Online-Marktplätze in Deutschland

Behalten Sie die neuen Verpflichtungen für Verpackungen und Elektrogeräte im Blick

Auf in Deutschland tätige Online-Marktplätze und Fulfilment-Dienstleister kommen demnächst neue Pflichten im Bereich der erweiterten Herstellerverantwortung zu. Diese gelten für das Inverkehrbringen von Verpackungen und Elektrogeräten.

Für Verpackungen beruhen die neuen Pflichten auf dem im vergangenen Jahr novellierten Verpackungsgesetz. Dieses sieht vor, dass Betreiber elektronischer Marktplätze das Anbieten von verpackten Produkten unterbinden müssen, wenn die Verkäufer dieser Produkte ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht gesetzeskonform nachkommen.

Anbieter von Produkten auf den Marktplätzen müssen daher als Hersteller/ Inverkehrbringer von Verpackungen bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister registriert sein und die Verpackungen bei einem dualen System lizenzieren.

Zudem dürfen Fulfilment-Dienstleister für Hersteller ohne korrekte Registrierung bei der zuständigen Behörde und/ oder ohne entsprechende Beteiligung der Verpackungen von Produkten keine Tätigkeiten wie z.B. das Lagern, Verpacken oder Versenden von Ware, erbringen.

Verstöße gegen diese Vorgaben können mit einer Geldstrafe von bis zu 200.000 Euro geahndet werden. Die Regelungen treten ab dem 1. Juli 2022 in Kraft und gelten sowohl für Produkt- als auch für Versandverpackungen.  Mit diesen Regelungen wird jeder einzelne Marktplatzteilnehmer/ Nutzer von Fulfilment Dienstleistungen in die Verpflichtung genommen. Der  Marktplatz-Betreiber/ Fulfilment-Dienstleister selbst hat darüber hinaus nachweisbar zu dokumentieren, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Ähnliche Vorschriften treten am 1. Januar 2023 für das Inverkehrbringen von Elektrogeräten in Kraft. Betreiber elektronischer Marktplätze dürfen das Anbieten oder Bereitstellen von Elektrogeräten nicht ermöglichen und Fulfilment-Dienstleister die Lagerhaltung, Verpackung, Adressierung oder den Versand in Bezug auf Elektrogeräte nicht vornehmen, wenn der Hersteller dieser Geräte nicht oder nicht ordnungsgemäß registriert ist. Auch hier drohen bei Nichteinhaltung Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.

Als Betreiber von Herstellerverantwortungssystemen für beide Abfallströme bietet Landbell Group Betreibern von Marktplätzen eine einfache und maßgeschneiderte Lösung zur Einhaltung der oben genannten Vorschriften. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.


Das ändert sich dieses Jahr im Verpackungsgesetz

Neue Anforderungen für Einweg-Getränkeflaschen und Getränkedosen in Deutschland

Im Mai letzten Jahres haben Bundestag und Bundesrat umfangreiche Änderungen am Verpackungsgesetz beschlossen und damit bestimmte Vorgaben der Europäischen Einwegkunststoffrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Zum 1. Januar 2022 sind nun weitere dieser Änderungen in Kraft getreten.

So gilt nun für alle Einwegkunststoffgetränkeflaschen und Getränkedosen eine Pfandpflicht. Ausnahmen bestehen nur noch für Einwegkunststoffgetränkeflaschen, in denen diätetische Getränke für Säuglinge und Kinder, sowie bis Ende 2023 für solche, in denen Milch- und Milchmischgetränke mit mindestens 50% Milchanteil und sonstige Milchmischerzeugnisse abgefüllt sind.

Ebenfalls neu ist die Pflicht für Letztvertreiber von nicht-systembeteiligungspflichtigen Verpackungen, z.B. Transportverpackungen oder nicht bei Endverbrauchern anfallenden Verkaufsverpackungen, zur Führung eines Nachweises über die Erfüllung ihrer Rücknahme- und Verwertungsanforderungen. Dazu sind die in Verkehr gebrachten, zurückgenommenen und verwerteten Verpackungen aufgeschlüsselt nach Materialart und Masse zu dokumentieren. Zur Bewertung der Richtigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation müssen Letztvertreiber geeignete Mechanismen zur Selbstkontrolle einrichten.

Ab dem 1. Januar 2023 müssen Letztvertreiber zudem für Einwegkunststofflebensmittelverpackungen und Einweggetränkebecher, die jeweils erst beim Letztvertreiber mit Waren befüllt werden, Mehrwegalternativen anbieten und Kunden darauf hinweisen. Diese dürfen nicht teurer als die entsprechenden Einwegverpackungen sein. Kleine Unternehmen mit fünf oder weniger Beschäftigten und einer Verkaufsfläche von 80 oder weniger Quadratmetern sind von dieser Pflicht ausgenommen. Sie müssen Kunden allerdings anbieten, Waren in von diesen mitgebrachte Mehrwegbehältnisse abzufüllen.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr erfahren wollen oder wir Sie unterstützen können.


Änderung des ElektroG: Neue Pflichten für den Online-Handel

Mit der Novelle des ElektroG werden erstmalig Online-Marktplatzbetreiber und Fulfillment-Dienstleister in die Pflicht genommen

Laut dem Global E-waste Monitor 2020 fielen im Jahr 2019 weltweit insgesamt 53,6 Mio. Tonnen Elektroschrott an. Deutschland trägt hiervon einen Anteil von rund 1,6 Mio. Tonnen. Jeder Einwohner in Deutschland entsorgte damit im Jahr 2019 im Durchschnitt Elektroaltgeräte mit einer Masse von 19,4 kg.

Elektrogeräte wie Kühlschränke, Fernseher oder Toaster enthalten einerseits wertvolle Rohstoffe, die durch ein entsprechendes Recycling wieder sinnvoll eingesetzt werden können. Andererseits enthalten die Geräte aber auch schädliche Bestandteile, für die eine besondere Entsorgung durch einen Spezialisten erforderlich ist.

Die Erzielung einer hohen Sammel- und Recyclingquote und die damit verbundene Rückführung dieser Rohstoffe in den Produktionskreislauf ist eines der zentralen Ziele der umweltverträglichen und nachhaltigen Entsorgung von Elektro(nik)geräten, die in Deutschland im ElektroG geregelt wird.

Nachdem das ElektroG zuletzt im Oktober 2015 zum „ElektroG2“ novelliert worden war, steht nun mit Wirkung zum 01.01.2022 eine erneute Novelle, dieses Mal zum „ElektroG3“, an.

Mit der Novellierung werden nicht nur Online-Händler und Online-Marktplatzbetreiber sowie Fulfilment-Dienstleister und der Lebensmitteleinzelhandel verstärkt, beziehungsweise neu, in die Verantwortung genommen und damit das Sammel- und Rücknahmenetz erweitert. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Hersteller von Elektrogeräten hat der Gesetzgeber überarbeitet.

Das zur Landbell Group gehörende Unternehmen ERP Deutschland hat die wesentlichen Änderungen für Sie hier zusammengefasst.


Treffen Sie uns auf der E-Waste World Conference & Expo in Frankfurt

Sie finden uns vom 30.11.-01.12. am Stand 114 in der Messe in Frankfurt

Vom 30. November bis zum 1. Dezember findet auf dem Frankfurter Messegelände die dritte Ausgabe der E-Waste World Conference & Expo statt. Bei dem zweitätigen Event werden über 1.000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und mehr als 80 Aussteller vor Ort sein, um gemeinsam über aktuelle Themen rund um die Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten zu sprechen.

Unter den 140 Speakern der Konferenz befindet sich auch Wojtek Swietochowski , Head of Global Sales bei der Landbell Group. Wojtek wird am ersten Konferenztag einen Vortrag zum Thema „Sustainability and Producer Responsibility Organizations“ im Rahmen der Kategorie „Green & Sustainable Electronics“ halten.

Die Landbell Group wird auch mit einem Stand (Nr. 114) in der Messehalle vertreten sein, um mit den Besuchern über Elektroschrott zu diskutieren.

Themen der Veranstaltung sind unter anderem Technologien zum Recycling und zur Materialrückgewinnung, „green electronics“, nachhaltige Materialien, ungiftige Ersatzstoffe, Strategien für das Ende des Lebenszyklus sowie Regulierungs- und Geschäftsmodelle.

Melden Sie sich hier für die Veranstaltung an und besuchen Sie uns am Stand!


Neue EPR-Verpflichtungen für Marketplace Seller

Marketplace Seller müssen ab Juli 2022 sicherstellen, dass sie ihre EPR-Verpflichtungen einhalten- sonst drohen Verkaufsverbote

Wenn Unternehmen Produkte in Deutschland verkaufen, ist der Marketplace bereits ab 2022 gesetzlich verpflichtet zu bestätigen, dass für das entsprechende Land die erweiterte Herstellerverantwortung (engl.: Extended Producer Responsibility = EPR) eingehalten wird. Dazu werden die Marketplaces künftig die EPR-Registrierungsnummern der Unternehmen erfragen und validieren müssen.

Wenn Unternehmen nicht nachweisen können, dass sie die EPR-Richtlinien einhalten, drohen folgende Konsequenzen:

Der Marketplace ist verpflichtet, die nicht-konformen Angebote in den EPR-Produktkategorien auszusetzen (ggf. Verkaufsverbot für die Artikel):

  • Verpackungen: alle Angebote ab dem 1. Juli 2022
  • Elektro- und Elektronikgeräte (EEE): alle Angebote, die ab dem 1. Januar 2023 unter Elektro- und Elektronikgeräte fallen
  • Batterien: Aktuell noch nicht Bestandteil des Gesetzes

Was bedeutet EPR - und warum sind Marketplace Seller überhaupt davon betroffen?

EPR bedeutet, dass Hersteller von Produkten bzw. Inverkehrbringer grundsätzlich dazu verpflichtet sind, für eine ordnungsgemäße Rücknahme und Entsorgung der Produkte (und deren Verpackungen) zu sorgen. Die entsprechenden Richtlinien hierzu greifen EU-weit und in den einzelnen Staaten.

Unternehmen gelten als Hersteller, wenn sie ein Produkt herstellen, importieren oder verkaufen, das unter die EPR-Bestimmungen im jeweiligen Land fällt und wenn sie nicht in diesem Land ansässig sind.

Als Marketplace Seller gelten Unternehmen als „Fernverkäufer“. Demnach haben sie auch als Marketplace Seller entsprechende EPR-Verpflichtungen zu erfüllen. Hierzu zählen insbesondere die Registrierung bei der zuständigen Stelle und die Mitteilung der EPR-Registrierungsnummer(n) aufgrund der von ihnen verwendeten Versandverpackungen.

Auf unserem Landbell Deutschland LinkedIn-Kanal finden Sie weitere Infos zu den neuen Verpflichtungen für Marketplace Seller.

Auf der Website www.epr-info.com finden Sie noch ausführlichere Infos zu den neuen Verpflichtungen und wie Sie als Marketplace Seller compliant werden.

Bitte kontaktieren Sie uns unter service.vertrieb@landbell.de, wenn wir Sie unterstützen können.


Elektrisierende Kleidung: Mode for Recycling!

Ein fantastisches Finale für die Umweltkampagne von ERP Polen

„Mode for Recycling“ ist eine bemerkenswerte Initiative, bei der Umweltschutz auf Mode und Kunst trifft.

Die polnische Bekleidungsdesignerin Anna Kubisz hat Kinder und Jugendliche dazu eingeladen, Kreationen aus Elektronikschrott zu entwerfen. Dabei haben die jungen Leute gelernt, wie man mit Elektroschrott und gebrauchten Batterien umgeht.

„Es ist sehr wichtig, Abfall sorgfältig zu trennen, vor allem wenn dieser gefährlich für die Umwelt ist, wie z. B. Elektroschrott“, erklärt Anna Kubisz. „Das wichtigste jedoch ist, erst gar keinen neuen Müll oder neue Kleidung zu produzieren.“

„Man sagt, dass die Menge an Kleidung, die momentan weltweit im Umlauf ist, ausreicht, um alle Bewohner der Erde zu versorgen, so dass keine neue Kleidung produziert werden müsste. Der neue Trend besteht darin, mehrmals in demselben Kleid zu erscheinen, die Accessoires zu wechseln, etwas zu verwenden, das man bereits im Schrank hat, und der Kleidung ein zweites Leben zu geben!“

Die zweite Ausgabe von „Mode for Recycling“ endete mit einer Modenschau und berühmten Gästen am 2. September 2021. Polnische Theater- und Fernsehstars präsentierten die bezaubernden Öko-Kleider vor den Augen der jungen Menschen, die an den Workshops teilgenommen hatten und gekommen waren, um ihre Arbeit zu sehen.

ERP Polen ist Anna Kubisz dankbar, dass sie ihr Talent so großzügig zur Verfügung gestellt hat, und dankt allen Gemeinden und Städten, die sich an der Kampagne beteiligt haben.

„Vor allem möchten wir uns bei allen Kindern und Jugendlichen bedanken, die in den Workshops so fleißig gearbeitet haben“, sagte Mikolaj Józefowicz, Geschäftsführer von ERP Polen. „Wir freuen uns, dass unsere Initiative so viele junge Menschen angezogen hat. Es ist ermutigend zu sehen, dass die neue Generation bereit ist, hart zu arbeiten und offen für die Idee einer neuen Welt auf der Grundlage einer Kreislaufwirtschaft ist. Wir möchten uns auch bei den Medien bedanken, die ausführlich über unser Projekt berichtet haben.“

Sie können sich die Modenschau – und andere Kampagnen – auf dem YouTube-Kanal von ERP Polen ansehen.