Die European Recycling Platform unterstützt Hersteller bei der Zertifizierung von umweltfreundlichen Computern und Bildschirmen in ganz Europa

ERPs Recycling-Standard für Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE) wurde von EPEAT als Zertifizierungsstandard für den Bereich des End-of-life Management anerkannt

Die European Recycling Platform (ERP) ist der ideale Partner für Hersteller von umweltfreundlichen elektrischen und elektronischen Produkten. Der firmeneigene technische Standard TS.EW.001 für Recycling-Betreiber im Bereich der Elektroaltgeräte wurde vor kurzem für die Gerätekategorien Computer und Bildschirme als geeigneter Zertifizierungsstandard anerkannt, um die EPEAT-Entsorgungskriterien zu erfüllen. EPEAT ist ein globales System, das Elektrogeräte unter Umweltgesichtspunkten bewertet und dadurch die Bekanntheit von umweltverträglicheren Produkten erhöht.

Die Entsorgungsanforderungen sind ein wichtiger Bestandteil von EPEAT und dessen Zertifizierung, insbesondere gewinnt die „Zertifizierung von Recycling-Anbietern“ zunehmend an Bedeutung. Von den bislang zugelassenen Recycling-Standards wurde der ERP-Standard für alle EU- und EFTA-Staaten anerkannt. Bereits 34 Recyclingpartner wurden nach diesem Standard in 9 EU- und EFTA-Staaten von ERP zertifiziert.

„ERP gilt bereits seit 2002 als Experte im Bereich des End-of-life Managements von Elektroaltgeräten und ist zudem das einzige Netzwerk, das in über 15 europäischen Ländern mit eigenen Rückhol-Systemen tätig ist”, sagt Umberto Raiteri, Geschäftsführer und Präsident der ERP. „Die jüngste EPEAT-Anerkennung erweitert unser breites Spektrum von lokalen und europaweiten Qualitätsstandards, die durch unsere Abfallmanagement- und Compliance-Lösungen erreicht wurden. Die Kriterien, die ERP von ihren Behandlungs- und Recyclingpartnern verlangt, erfüllen die höchsten existierenden Umweltstandards. Wir sind sehr stolz auf die Anerkennung unseres Standards, was unsere ökologische Exzellenz ein weiteres Mal beweist.”

Hersteller, die in mehreren europäischen Ländern tätig sind, schätzen die von ERP angebotenen grenzüberschreitenden Compliance-Lösungen. Sie profitieren von der Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfungskette ihrer elektrischen und elektronischen Produkte, auch nach deren Nutzung, zurückverfolgen zu können. ERP übernimmt die gesamte Abwicklung von landesspezifischen Abfallgesetzgebungen sowie die administrativen Aufgaben, die sich durch die grenzüberschreitende Inverkehrbringung von Elektrogeräten ergeben – in 30 Ländern der Welt.

ERPs Standard TS.EW.001 definiert Mindestanforderungen, die von Betreibern von Anlagen zur Lagerung und Behandlung von Elektroaltgeräten eingehalten werden müssen. Durch die regelmäßigen und anspruchsvollen Zertifizierungen der Recycling-Lieferantenkette stellt ERP sicher, dass die den Kunden und Mitgliedern angebotenen Leistungen den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie ERPs eigenen hohen Qualitätsansprüchen entsprechen.

Um eine EPEAT-Zertifizierung zu erreichen, müssen Hersteller von elektrischen und elektronischen Geräten 10 strenge Kategorien von Umweltattributen einhalten, angefangen vom Design über den Herstellungsprozess bis hin zur Langlebigkeit jedes einzelnen Produkts. Mit ihrem nachweislich hochwertigen End-of-life-Management unterstützt ERP ihre Kunden bei der Zertifizierung und infolgedessen bei der Vermarktung ihrer elektrischen und elektronischen Produkte. Zudem erhalten Verbraucher, Wiederverkäufer und andere Akteure die Möglichkeit, elektrische und elektronische Geräte, die aus Umweltgesichtspunkten gleichartigen Produkten vorzuziehen sind, einfacher zu erkennen.

 

Über die ERP

Die European Recycling Platform (ERP) wurde im Dezember 2002 als Reaktion auf die Einführung der Richtlinie für Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE) der Europäischen Union ins Leben gerufen. Das Ziel der ERP ist die Sicherstellung einer kosteneffektiven Umsetzung der Richtlinie zum Vorteil der teilnehmenden Unternehmen und deren Kunden. Dies wird durch Strategien für innovatives Abfallmanagement und den Ansporn zur Umsetzung der Richtlinie auf nationaler Ebene gemäß einer Reihe von zentralen Leitsätzen erreicht, die für den Schutz der Verbraucher, der Unternehmen und der Umwelt von grundlegender Bedeutung sind. Seit Juni 2014 gehört ERP zur Landbell Gruppe, einem führenden Anbieter im Bereich der Verpackungslizenzierung. Als unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist mit Sitz in Mainz, bietet Landbell eine Vielzahl an Rückhol-Systemen und Individuallösungen an, die auf spezifische Recyclinganforderungen von Kunden zugeschnitten sind.

ERP ist das erste WEEE-Compliance-System, das in den Ländern Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Israel, Italien, Niederlande (in Kooperation mit WEEE NL), Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien und im Vereinigten Königreich für den Betrieb zugelassen ist und somit die erste Plattform, die die Vorteile multinationaler Recycling-Abläufe an die Konsumenten weitergibt. Die ERP hat sich in den Ländern, in denen sie Compliance-Dienstleistungen und Know-how für WEEE, Batterien, Verpackungen und PV-Module anbietet, als konkurrenzfähigste Unternehmenslösung erwiesen.

Für weitere Informationen zur European Recycling Platform besuchen Sie bitte die Website www.erp-recycling.org oder kontaktieren Sie das Unternehmen über press@erp-recycling.org.


Das neue Elektrogesetz 2 – Pflichten und Fristen

Landbell News, Ausgabe 3/2015

Am 23. Oktober 2015 wurde das im Juli 2015 beschlossene ElektroG2 (Gesetz zur Neuordnung des Rechts über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten v. 20. Oktober 2015) im Bundesgesetzblatt verkündet. Das ElektroG2 ist seit dem 24. Oktober 2015 nahezu vollumfänglich in Kraft, § 46 regelt allerdings bestimmte Übergangsfristen. Damit Sie den Überblick über die wesentlichen Eckpunkte und Übergangsfristen des ElektroG2 behalten, haben wir alles auf einen Blick für Sie zusammengefasst:


Übergangsfristen – Ab wann gelten für wen Neuerungen?
Mit Inkrafttreten des ElektroG2 gelten Übergangsfristen, nach deren Verstreichen bestimmte Neuerungen gültig werden.
Art Frist Ab wann Für wen
PV-Module Registrierung bis spätestens… Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von PV-Modulen
PV-Module Abholkoordination Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von PV-Modulen
Leuchten aus privaten Haushalten: Registrierung bis spätesten… Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von Lampen und Leuchten
99Leuchten aus privaten Haushalten: Abholkoordination Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Hersteller/Inverkehrbringer von Lampen und Leuchten
Neue Sammelgruppen im Rahmen der Abholkoordination Beginn des 4. Kalendermonats nach Inkrafttreten des ElektroG2 01. Februar 2016 Für alle betroffenen Hersteller/Inverkehrbringer von Geräten der Sammelgruppen 3, 4, 5 und 6
Geltungsbereich für Generelles
Bevollmächtigten benennen/Niederlassung eröffnen 6 Monate nach Inkrafttreten des ElektroG2 24. April 2016 Galt bereits vorElektroG2 für registrierte Hersteller ohne Niederlassung in Deutschland;

Alle bisher noch nie zuvor in Deutschland registrierten Hersteller OHNE Firmensitz in Deutschland müssen sofort bei der Registrierung einen Bevollmächtigten benennen.

Rücknahmepflicht für stationären Handel/Online-Handel – Einrichtung der Sammelstellen 9 Monate nach Inkrafttreten des ElektroG2 24. Juli 2016 Stationärer Handel, Fernabsatz-/Onlinehandel

Neue Gebührenverordnung zum Elektro- und Elektronikgerätegesetz
Außerdem möchten wir Sie auf eine weitere Neuerung hinweisen: Zeitgleich mit dem ElektroG2 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) auch eine neue Kostenverordnung (ElektroGKostV) erlassen. Dabei werden auch neue Gebührentatbestände aufgenommen, z.B. für die Benennung des Bevollmächtigten.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite der European Recycling Platform:  https://erp-recycling.org/de-de/

Kontakt:
Landbell AG für Rückhol-Systeme
Rheinstraße 4 L
55116 Mainz
Deutschland
+49 6131 235652 – 800


Erfolgreicher Übergang zur Kreislaufwirtschaft erfordert mehr Entfaltungsspielraum

Aktuelles Abfallwirtschaftssystem hat Tipping Point erreicht

 

Während in Paris über die globalen Klimaziele verhandelt wird, steht in Brüssel Europas nachhaltige Entwicklung auf dem Spiel. Die EU Kommission stellt morgen die Weichen für die europäische Kreislaufwirtschaft. Dabei müssen der Umweltschutz und die Gewährleistung eines freien Wettbewerbs im Mittelpunkt stehen.

„Zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele ist es unabdingbar, dass die EU Kommission ehrgeizige und vergleichbare Recyclingquoten für alle Abfallströme vorstellt. Weiterhin müssen aber auch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft erlauben und auch die Nachfrage nach Recyclingmaterial erhöhen bzw. die Recyclingqualität insgesamt verbessern“, sagt Jan Patrick Schulz, Vorsitzender des Vorstands der Landbell AG.

Neben ordnungsrechtlichen Vorgaben sind freie und dynamische Märkte ein wichtiger Faktor für die Einhaltung von Recyclingquoten. „Nur im freien Wettbewerb der Ideen können Innovationen entstehen, die für die Transformation der Wirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft nötig sind“, ergänzt Jan Patrick Schulz. Ein Beweis dafür ist der Anstieg der Abfallsammelquoten in europäischen Märkten, welche die EU-Wettbewerbsregeln einhalten. Gleichzeitig konnten in diesen Ländern erhebliche Kostensenkungen bei Unternehmen verzeichnet werden, die der Produktverantwortung unterliegen.

In Europa wird derzeit noch zu viel Abfall verbrannt, anstatt wertvolle Ressourcen für die EU-Wirtschaft zurück zu gewinnen. Eine jüngst von PlasticsEurope veröffentlichte Studie veranschaulicht nur einen Teil des Problems. Demnach werden jährlich 8 Millionen Tonnen Kunststoffe – oder 10 Millionen Tonnen Erdöl – auf europäischen Deponien verteilt. CO2 Emissionen können nur gesenkt werden, indem das Deponieverbot ausgeweitet und die Müllverbrennung recyclingfähiger Materialien verboten wird.

Um die Abfallmengen auf Deponien und in Müllverbrennungsanlagen zu reduzieren, kommt es neben einer ambitionierten neuen Gesetzgebung maßgeblich darauf an, bestehendes Recht konsequent durchzusetzen. Die European Recycling Platform (ERP), ein Unternehmen der Landbell AG, übernimmt in 15 europäischen Ländern für Kunden die Verpflichtungen für Elektro- und Elektronikaltgeräte, Verpackungen und Batterien. „Mit unseren Erfahrungen mit den unterschiedlichen nationalen Umsetzungen der EU-Abfallrichtlinien möchten wir uns aktiv bei der Verbesserung des Rechtsrahmen einbringen und stehen der EU Kommission gern als Ansprechpartner zur Verfügung“, ergänzt Jan Patrick Schulz.

Die EU Kommission legt morgen ihren Aktionsplan für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und Vorschläge für die Überarbeitung des EU-Abfallrechts vor. In den nächsten Wochen und Monaten beraten dann Europaparlament und Rat über die Gesetzesvorhaben, die schließlich von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden müssen.

 

Über Landbell:
Die Landbell AG ist als unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist seit 1995 aktiv. Das Mainzer Unternehmen betreibt ein System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen (Duales System) und beendete mit seinem Markteintritt im Jahr 2003 in Deutschland das Monopol bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen.
Zur Landbell Gruppe gehören mehrere Unternehmen und Beteiligungen, die sich auf die Rückholung von verschiedenen Materialien sowie Wertstoffen spezialisiert haben: Die Rücknahme und Entsorgung von Elektroschrott (WEEE und Photovoltaik-Module), Batterien, ein Pfandsystem für das Recycling von Einweg-Getränkeverpackungen, sowie Angebote für Industrieentsorgung und Transportverpackungen runden das umfassende Portfolio ab. In 32 Ländern der Welt übernimmt die Landbell Gruppe die Produktverantwortung für ihre Kunden und fungiert als One-Stop-Shop-Serviceanbieter.

 

Pressekontakt:
DWR eco GmbH
Tel: +49.30.609819504
Fax: +49.30.609819509
presse@dwr-eco.com


Duale Systembetreiber vereinbaren Regelungen zur Eindämmung verspätet abgeschlossener Lizenzverträge

Künftig Aufschlag für zu spät kontrahierte Mengen im Rahmen des Clearings unter den Systembetreibern.

 

Die dualen Systembetreiber haben sich in der Gesellschafterversammlung im Oktober 2015 auf Regelungen verständigt, um dem Problem des verspäteten Abschlusses von dualen Lizenzverträgen zu begegnen.

Hintergrund dieser Regelung ist der Umstand, dass in den vergangenen Jahren immer wieder Erstinverkehrbringer zum 1. Januar noch keine Verträge für das jeweilige Jahr abgeschlossen hatten. Gemäß den Regelungen der Verpackungsverordnung sind Hersteller und Vertreiber gesetzlich verpflichtet, ihre dualen Lizenzverträge für das jeweilige Jahr vor Jahresbeginn abzuschließen, da ansonsten ihre Produkte in Verkaufsverpackungen nicht an private Endverbraucher abgegeben werden dürfen.

Die verspätete Lizenzierung von dualen Lizenzmengen bedeutet indes nicht nur einen Verstoß gegen die rechtlichen Vorgaben und ggfls. Liquiditätsschonung zu Lasten Dritter, sondern führt auch zu Verwerfungen im Clearingprozess der Systembetreiber bis hin zur Gefährdung der privatwirtschaftlich organisierten dualen Entsorgung von Verpackungsabfällen. Die Systembetreiber haben in der Vergangenheit immer wieder Industrie und Handel darauf hingewiesen, zuletzt in einer Pressemitteilung der Gemeinsamen Stelle vom 2. Februar 2015.

Um den verspäteten Abschlüssen von dualen Lizenzverträgen entgegenzuwirken, haben sich die Systembetreiber darauf verständigt, dass künftig für Mengen aus zu spät abgeschlossenen dualen Lizenzverträgen im Rahmen des Clearings ein Aufschlag zu entrichten ist.

„Mit der neuen Regelung stellen die Systembetreiber erneut unter Beweis, dass sie schnell auf erkannte Missstände reagieren und ihren Beitrag zur Stärkung der privatwirtschaftlich organisierten dualen Entsorgung von Verpackungsabfällen leisten“, so Dr. Mirko Sickinger, Geschäftsführer der Gemeinsamen Stelle.

 

Über Landbell:
Die Landbell AG ist als unabhängiger Umwelt- und Entsorgungsspezialist seit 1995 aktiv. Das Mainzer Unternehmen betreibt ein System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen (Duales System) und beendete mit seinem Markteintritt im Jahr 2003 in Deutschland das Monopol bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen.
Zur Landbell Gruppe gehören mehrere Unternehmen und Beteiligungen, die sich auf die Rückholung von verschiedenen Materialien sowie Wertstoffen spezialisiert haben: Die Rücknahme und Entsorgung von Elektroschrott (WEEE und Photovoltaik-Module), Batterien, ein Pfandsystem für das Recycling von Einweg-Getränkeverpackungen, sowie Angebote für Industrieentsorgung und Transportverpackungen runden das umfassende Portfolio ab. In 32 Ländern der Welt übernimmt die Landbell Gruppe die Produktverantwortung für ihre Kunden und fungiert als One-Stop-Shop-Serviceanbieter.

 

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