Auf der Suche nach Einheitlichkeit

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Landbell entwickelt Recycling-Zertifizierung für Einweg- und Mehrwegverpackungen

Das Recycling von Verpackungen ist wichtiger denn je. Indem wiederverwertbare Materialien in den Kreislauf zurückgeführt und wiederverwendet werden, können Ressourcen eingespart und Abfälle verringert werden.

Auf Grundlage der EU-Verpackungsrichtlinie (94/62/EG), die sich sowohl auf das Verpackungsdesign als auch auf das Management von Verpackungsabfällen bezieht, müssen Mitgliedstaaten sicherstellen, dass nur solche Verpackungen in Verkehr gebracht werden, die alle wesentlichen Anforderungen dieser Richtlinie, einschließlich Anhang II, erfüllen.

Um dieser Anforderung Rechnung zu tragen, hat die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) im Jahr 2019 Mindeststandards veröffentlicht, mit denen die Recyclingfähigkeit von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen in Deutschland gemessen werden soll. Die Anwendung dieses Standards durch zahlreiche Zertifizierungsprogramme führte jedoch zu unterschiedlichen Ergebnissen, was vor allem auf den nicht gemeinsam abgestimmten Ansatz zurückzuführen ist.

Zur Harmonisierung der nationalen und europäischen Recycling-Zertifizierung hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung das Projekt „InnoCErt: Erweiterte Zertifizierung von Einweg- und Mehrwegverpackungen als Anreiz- und Steuerungsinstrument für die Schaffung von Innovationen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen entlang der Lebensmittelkette“ ins Leben gerufen.

InnoCErt wird die Zertifizierung von Einwegverpackungen auf Mehrwegverpackungen auf nationaler und europäischer Ebene ausweiten. Das Projekt wird auch das Verbraucherverhalten in Bezug auf die Verwendung und Entsorgung von Verpackungen in den Blick nehmen und gleichzeitig Studien und Analysen von Verbraucher-Verpackungsabfällen umfassen, um ein detailliertes Verständnis der aktuellen Abfallinfrastruktur zu erhalten. Dies wird dazu beitragen, praktische und innovative Lösungen für die Vermeidung und Verringerung von Kunststoffverpackungen zu entwickeln.

Landbell beteiligt sich als deutsches EPR-System an dem InnoCErt-Projekt und bringt seine operative Unterstützung sowie Fachwissen über die Abfallinfrastruktur ein.

Landbell wird zudem eine qualitative und quantitative Abfallstromanalyse durchführen und die Verwertungsprozesse verschiedener Verpackungsabfallströme und in bestimmten Fällen auch einzelner Verpackungsarten identifizieren.

Ziel von Landbell ist es, eine bundesweit einheitliche Bewertung bzw. Zertifizierung zu erreichen und Anreize für den Einsatz ökologisch optimierter Verpackungen auf der Basis von Vermeidung, Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit zu schaffen.

An dem Projekt InnoCErt sind außerdem die Technische Universität Berlin, DIN CERTCO, das Wuppertal Institut und die Technische Universität Berlin Zentrum Technik und Gesellschaft (TUB ZTG) beteiligt.

Das dreijährige Projekt ist in sechs Arbeitspakete unterteilt und läuft bis zum 2. Quartal 2025.


Boarding almost completed....

Boarding almost completed....

Letzter Aufruf für Startups der Kreislaufwirtschaft zur Teilnahme am Green Alley Award in Berlin!

Bis zum 21. November können Bewerbungen für den Green Alley Award 2023 eingereicht werden – der Preisverleihung für bahnbrechende Kreislaufwirtschaftsinnovationen in Europa.

Den Gewinner erwarten nicht nur 25.000 Euro Preisgeld, sondern auch wertvolle Reichweite, Beratung durch unsere Experten und Zugang zu einem riesigen Netzwerk.

Zu den bisherigen Gewinnern gehören Unternehmen wie Voltfang, traceless materials, Gelatex, Aeropowder und Sulapac.

Helfen Sie uns gerne dabei, die nächste Generation zu finden!

Sollten Sie ein Unternehmen kennen, dass eine bahnbrechende Innovation im Bereich der Kreislaufwirtschaft entwickelt hat, ermutigen Sie es auf LinkedIn sich zu bewerben, indem Sie hier klicken.

Wenn Ihr Unternehmen selbst ein perfekter Kandidat für den Green Alley Award ist, können Sie Ihren Beitrag bis zum 21. November auf dieser Seite einreichen.


Neuigkeiten aus unseren ERP-Ländern

Neuigkeiten aus unseren ERP-Ländern

Wissen Sie schon, wie Ihr Unternehmen die neuen Anforderungen für Verpackungen in Dänemark erfüllen wird?

Ab dem Jahr 2025 gelten in Dänemark die Vorschriften der EU-Richtlinie über die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Verpackungen. Die dänische Umweltschutzbehörde bereitet aktuell die Umsetzung entsprechender Rechtsvorschriften vor.

Das zur Landbell Group gehörende Unternehmen ERP Dänemark erweitert seine Compliance-Dienstleistungen auf Verpackungen, wenn die Gesetzgebung am 1. Januar 2025 in Kraft tritt.

ERP Dänemark wird daher in der Lage sein, Unternehmen bei der Erfüllung ihrer EPR-Verpflichtungen für Verpackungen zu unterstützen.

ERP Dänemark bietet bereits jetzt Compliance-Lösungen für Hersteller von Elektrogeräten und Batterien – und trifft aktuell Vorkehrungen, um Unternehmen bei der schnellen und einfachen Erfüllung der neuen Anforderungen zu unterstützen.

Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.

 

ERP Irland arbeitet mit drei Generationen von Recyclern zusammen

Mit dem Ziel, ein klares Zeichen für die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft zu setzen, hat sich das zur Landbell Group gehörende Unternehmen EPR Irland am 14. Oktober, dem Internationalen Tag des Elektroschrotts, mit Recyclern aus drei Generationen zusammengetan. Die gemeinsame Botschaft: Wir alle können einen wichtigen Beitrag zur Reparatur, zur Wiederverwendung und zum Recycling von ungenutzten elektronischen Geräten in unseren Haushalten leisten.

Die drei Generationen von Recyclern – Flossie, die Strandreinigerin, sowie ihre Mutter und Großmutter – haben in einem Video von ERP Irland daran erinnert, wie wichtig das Recycling von Elektroschrott ist, der weltweit zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen zählt.

Martin Tobin, CEO von ERP Irland, sagte bei der Vorstellung des Mehrgenerationen-Videos: „ERP freut sich, Flossie und die Beach Cleaners bei ihrer Vision von Nachhaltigkeit und Recycling von Elektroschrott zu unterstützen. Das Recycling von Elektroschrott spart nicht nur wertvolle natürliche Ressourcen, sondern reduziert auch die Umweltbelastung durch Elektroschrott und unterstützt unseren Übergang von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft.“

Das Mehrgenerationen-Video gibt es hier zu sehen.

 

Neues Sammelziel für Solarmodule in Polen vorgeschlagen

Im Juli 2022 hat das polnische Ministerium für Klima und Umwelt einen Verordnungsentwurf zur Berechnung der jährlichen Mindestsammelquote für Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE), genauer gesagt für Solarmodule, vorgeschlagen.

Die polnischen Behörden sahen sich gezwungen, eine Lösung für ein immer größer werdendes Problem zu schaffen. Zuletzt war eine Vielzahl an Solarmodulen, die gemäß der EU-WEEE-Richtlinie in die Kategorie 4 eingestuft sind und eine lange Lebensdauer haben, in kurzer Zeit auf den polnischen Markt gebracht worden, was indirekt dazu führt, dass die Sammelziele schwerer erreicht werden können.

Die aktuelle Methode zur Berechnung der Sammelquote basiert nämlich auf dem durchschnittlichen Inverkehrbringungsgewicht. Werden mehr Module verkauft, wie im aktuellen Boom der Branche, steigt das Inverkehrbringungsgewicht und damit die Messlatte für die Sammlung von Altmodulen.

Da die Produkte jedoch eine lange Lebensdauer haben und entsprechend erst deutlich später zu Abfall werden, stehen aktuell nicht genug Altmodule für die Sammlung zur Verfügung. Die EPR-Verpflichtung muss also durch die Sammlung anderer Geräte der Kategorie 4 erfüllt werden. Dies könnte dazu führen, dass der Zugang zu diesen Abfällen erschwert wird und die Erreichung der Sammelziele für die gesamte Produktkategorie gefährdet ist.

Die von der Regierung vorgeschlagene Lösung besteht darin, Solarmodule von der bisherigen Berechnungsmethode auszuschließen. Stattdessen wird bei der neuen Methode die Menge der gesammelten Abfälle (erzeugte Abfälle) für Solarmodule als Grundlage verwendet. Der vorgeschlagene Zeitplan für die Anwendung der neuen Methode ist der 1. Januar 2023.


Aslema*, Tunesien!

Aslema*, Tunesien!

Landbell Group unterstützt die Rolle des Privatsektors in der Kreislaufwirtschaft in Tunesien 

Im Rahmen des „ProtecT“-Projekts hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Unternehmen Landbell Group und Black Forest Solutions damit beauftragt, die aktuelle Rolle des Privatsektors in der Abfallwirtschaft und beim Übergang in eine Kreislaufwirtschaft in Tunesien zu analysieren sowie mögliche Beteiligungsmechanismen zu identifizieren.

Neben der Bewertung der aktuellen Rolle des Privatsektors soll das Projekt die tunesische Abfallwirtschaftsagentur bei der Analyse der bestehenden Abfallwirtschaftssektoren in organisatorischer, finanzieller und rechtlicher Hinsicht unterstützen.

Ziel ist es, einen Aktionsplan zu entwickeln, um die Funktionsweise der Abfallwirtschaft in Hinblick auf zirkuläre Prinzipien und eine stärkere Beteiligung des Privatsektors zu verbessern.

Dabei werden Landbell Group und Black Forest Solutions einen partizipativen Ansatz verfolgen, der auf der Zusammenarbeit aller Akteure basiert, um nachhaltige und angepasste Lösungen zu gewährleisten.

Das Projekt wurde im Oktober 2022 offiziell gestartet und wird bis Dezember 2023 laufen.

 

*Aslema bedeutet „Hallo“ im tunesischen Dialekt


Umwelt Compliance...die neuesten Entwicklungen im November

Umwelt Compliance...die neuesten Entwicklungen im November

Neue Verpackungsverordnung nimmt Gestalt an

Die von der Europäischen Kommission geplante Überarbeitung des EU-Rechtsrahmens für Verpackungen nimmt Gestalt an. Wie aus einem inoffiziellen Entwurf hervorgeht, plant die Kommission – wie erwartet – die neuen Vorschriften als Verordnung und nicht als Richtlinie umzusetzen. Sie hätten damit unmittelbare Gültigkeit in allen Mitgliedstaaten zur Gewährleistung eines Höchstmaßes an Harmonisierung.

Auch inhaltlich gibt es viele Änderungen, die sich vor allem auf die Reduzierung von Verpackungsabfällen und das Verpackungsdesign konzentrieren, wie z. B..:

  • verpflichtende Ziele für die Mitgliedstaaten zur Verringerung der Verpackungsabfälle: 5% bis 2030, 10% bis 2035 und 15% bis 2040 (im Vergleich zu 2018)
  • Vorgaben zur Verringerung des Verpackungsumfangs (Gewicht, Volumen, Anzahl der Schichten);
  • weitere Verbote bestimmter Verpackungsformate, z.B. bestimmte Einweg- oder Mikroverpackungen;
  • verpflichtende Ziele für die Wiederverwendung bestimmter Verpackungen;
  • Vorgaben für Mindestrezyklatanteile;
  • ökologische Gestaltung der Lizenzentgelte anhand der Recyclingfähigkeit (recyclability performance levels);
  • verpflichtende Kennzeichnung von Verpackungen, z.B. zur Materialzusammensetzung;
  • Möglichkeit für Mitgliedstaaten, die Beauftragung einer Herstellerverantwortungsorganisation verpflichtend zu machen; sowie
  • verpflichtende Stelle zur Koordinierung von Herstellerverantwortungsorganisationen.

Änderungen an der Verordnung sind nach wie vor möglich. Der offizielle Legislativvorschlag der Kommission soll am 30. November vorgestellt werden. Anschließend folgen die Beratungen im Europäischen Parlament und im Rat der Europäischen Union.

 

Trilogverhandlungen zur Batterieverordnung dauern an

Die Verhandlungen zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Rat der Europäischen Union über die neue Batterieverordnung dauern länger als gedacht. Noch gebe es bei vielen Punkten unterschiedliche Vorstellungen über die richtige Ausgestaltung der Verordnung, heißt es aus Verhandlungskreisen. Gut möglich, dass ein Kompromiss erst im kommenden Jahr gefunden wird.

Während die Artikel zu Beginn der Verordnung, z.B. Artikel 2 zu Definitionen, bereits weitgehend endverhandelt sind, sind andere Artikel und sogar ganze Kapitel noch vollkommen offen. Dies gilt auch für Kapitel VII zum End-of-Life-Management von Batterien, zu dem auch die Vorschriften zur erweiterten Herstellerverantwortung zählen. Insbesondere bei der Höhe und der Zeitschiene der Sammelziele für Geräte-Altbatterien, der rechtlichen Grundlage und einem möglichem Batteriepfand liegen die Vorstellungen von Parlament und Rat noch weit auseinander. Zuletzt konzentrierten sich die politischen Diskussionen auf Artikel 11 der Verordnung, in dem es um mögliche Vorgaben zur Entfernbarkeit und Austauschbarkeit von Gerätebatterien geht.

Für den 9. Dezember ist ein nächster Trilog angesetzt. Dass dabei alle noch bestehenden Differenzen ausgeräumt werden, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Vielmehr dürften die Verhandlungen im kommenden Jahr unter der neuen schwedischen Ratspräsidentschaft fortgeführt werden.

 

Europäische Kommission erwägt Überarbeitung der WEEE-Richtlinien

Die Europäische Kommission hat mit der Evaluierung der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE-Richtlinie) begonnen. Mit dieser soll geprüft werden, ob die Vorschriften noch zeitgemäß sind und an welchen Stellen Verbesserungspotenzial besteht. Im Anschluss an den Prozess dürfte eine Überarbeitung der WEEE-Richtlinie folgen.

Die Evaluierung soll vor allem diejenigen Ziele der Richtlinie in den Blick nehmen, die sich in der Vergangenheit als besonders herausfordernd erwiesen haben, u.a.:

  • die Erreichung der Sammelziele für Elektroaltgeräte,
  • die Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Verwertung von Elektroaltgeräten,
  • die Anwendung der erweiterten Herstellerverantwortung (insbesondere im Online-Handel) sowie
  • die Bekämpfung illegaler Aktivitäten.

Interessierte Akteure konnten sich bis zum 3. November im Rahmen einer ersten öffentlichen Konsultation an der Evaluierung beteiligen. Auch die zur Landbell Group gehörende European Recycling Platform hat eine Stellungnahme abgegeben und sich in dieser u.a. für eine neue Methode zur Berechnung der Sammelquoten ausgesprochen, da die bisherige, auf der durchschnittlichen Inverkehrbringungsmenge basierende Systematik angesichts länger werdender Lebensdauern der Geräte (insbesondere bei Produkten mit aktuell hohen Wachstumsraten wie Solarmodulen oder Wärmepumpen) nicht mehr zeitgemäß sei. Eine Erreichung des aktuellen Sammelziels von 65% basierend auf den Verkaufsmengen der letzten 3 Jahren ist damit für viele Produktgruppen unmöglich. Sinnvoller sei stattdessen ein auf der tatsächlich für die Sammlung verfügbaren Menge basierendes Ziel.

Anfang kommenden Jahres soll eine weitere Konsultation folgen. Die Annahme der Evaluierung durch die Kommission ist für das vierte Quartal 2023 geplant.

 

Rat benötigt mehr Zeit für Abfallverbringungsverordnung

Nach der Verschiebung der Abstimmung über die neue Abfallverbringungsverordnung im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (siehe Oktober-Ausgabe von KOMPASS) deutet sich auch im Rat der Europäischen Union eine Verzögerung des Verfahrens an. Die Mitgliedstaaten benötigen mehr Zeit, um sich mit den Vorschlägen der Europäischen Kommission auseinander zu setzen und ihre Position zu bilden.

Bisher seien erst die ersten drei Artikel der Verordnung intensiv geprüft worden, heißt es vonseiten der Mitgliedstaaten. Aktuell liege der Fokus auf den Vorgaben über die Abfallverbringung innerhalb der Europäischen Union (Artikel 4 bis 32). Grund für die Verzögerung seien andere Gesetzgebungsvorhaben, die als dringlicher angesehen werden, wie etwa die Batterieverordnung.

Im Dezember soll es einen Fortschrittsbericht der tschechischen Ratspräsidentschaft geben, bevor die Verhandlungen im kommenden Jahr unter der schwedischen Ratspräsidentschaft weitergehen werden.


Chemikalien Compliance… was gibt’s Neues im November?

Chemikalien Compliance… was gibt’s Neues im November?

Zur Erinnerung: Auch Online-Verkäufer haben HazCom-Verpflichtungen

Das EU-weite Rechtsdurchsetzungsprojekt zu Online-Verkäufen im letzten Jahr hat gezeigt, dass ein erhebliches Maß an Nichteinhaltung bei online verkauften Produkten besteht.

Bei Online-Verkäufen müssen alle gesetzlich vorgeschriebenen Warnhinweise, Informationen und Etiketten auf der Webseite angegeben werden und in ihrer Gesamtheit deutlich sichtbar sein, bevor der Kunde seinen Kauf tätigt.

Außerdem sollte die Sprache der Gefahrenhinweise den Anforderungen des Zielmarktes entsprechen. Die Verkäufer verlassen sich häufig auf Etiketten und Sicherheitsdatenblätter (SDS), die von Nicht-EU-Lieferanten erstellt wurden, was die Einhaltung der Vorschriften für EU-Einzelhändler erschwert.

Die Quote der Nichteinhaltung der Vorschriften ist bei Online-Marktplätzen – den E-Commerce-Plattformen, die als Vermittler für verschiedene Verkäufer fungieren – viel höher als bei Webshops, bei denen die Produkte direkt von den Lieferanten verkauft werden, die für die Einhaltung der Vorschriften in ihren Beständen verantwortlich sind. Eine zusätzliche Schwierigkeit ergibt sich aus der Rolle der Fulfillment-Dienstleister – Logistikzentren, die nicht für die Bestände und deren Einhaltung verantwortlich sind.

Die Gesetzgebung nimmt Marktplätze und Fulfillment-Dienstleister stärker für die Einhaltung der Chemikalienvorschriften in die Verantwortung, insbesondere wenn ein Nicht-EU-Exporteur von chemischen Produkten keine Niederlassung in der EU hat. Diese kann sowohl den Lieferanten (Bereitstellung von SDS, Kennzeichnung) als auch den Importeur (Registrierung, Klassifizierung) in die Pflicht nehmen. Außerdem müssen Fulfilment-Dienstleister in der EU Maßnahmen zur Arbeitssicherheit ergreifen, um ihre Mitarbeiter zu schützen, einschließlich geeigneter Informationen zur sicheren Verwendung der Produkte, mit denen diese umgehen.

Das zur Landbell Group gehörende Unternehmen H2 Compliance ist mit den einzigartigen Herausforderungen und dem wachsenden Druck auf Online-Marktplätze, Fulfilment-Dienstleister, Online-Händler und Lieferanten mit einem breiten globalen Kundenstamm gut vorbereitet.

Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung, um Ihre Anforderungen zu besprechen und um Unterstützung bei der Navigation in diesem immer wichtiger werdenden Compliance-Bereich zu erhalten.

 

Denken Sie daran, bis Anfang 2023 auf das neue SDS-Format umzustellen!

Die Anforderungen an Sicherheitsdatenblätter (safety data sheets, SDS) für den EU-Markt ändern sich – und SDS sollten ab dem 1. Januar 2023 dem neuen Standard entsprechen.

Der geänderte Anhang II der REACH-Verordnung beschreibt, welche Informationen in jedem der 16 Abschnitte des SDS enthalten sein müssen. Die Änderungen, die sowohl größere als auch kleinere Auswirkungen auf den Inhalt der SDS haben, umfassen erweiterte Informationen über:

  • Nanoformen (Abschnitt 1),
  • endokrine Eigenschaften (Abschnitte 2, 3, 11 und 12)m
  • physikalische und chemische Eigenschaften (Abschnitt 9) sowie
  • Transport (Abschnitt 14).

Spezifische Konzentrationsgrenzwerte, Multiplikationsfaktoren und Schätzwerte für die akute Toxizität sollten nun enthalten sein (Abschnitt 3), ebenso wie niedrigere Konzentrationsgrenzwerte für bestimmte Stoffe – zum Beispiel solche, die als atemwegs- und hautsensibilisierend eingestuft sind.

Da nur noch zwei Monate Übergangsfrist verbleiben, ist jetzt die letzte Gelegenheit, Ihr SDS zu prüfen und zu aktualisieren.

Wenden Sie sich an das HazCom-Team von H2 Compliance und abonnieren Sie deren Newsletter, um weitere Informationen zu erhalten.

 

Einführung neuer Gefahrenklassen durch CLP-Änderung

Die Europäische Kommission ändert die Verordnung (EG) 1272/2008 mit Bezug auf Gefahrenklassen und Kriterien für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen.

Folgende neuen Gefahrenklassen (und entsprechende neue Abschnitte) werden in dem Entwurf vorgeschlagen:

  • 11. Endokrinschädliche Eigenschaften für die menschliche Gesundheit,
  • 2. Endrokrinschädliche Eigenschaften für die Umwelt,
  • 3. Persistente, bioakkumulierbare und toxische (PBT) oder sehr persistente, sehr bioakkumulierbare (vPvB) Eigenschaften sowie
  • 4. Persistente, mobile und toxische (PMT) oder sehr persistente, sehr mobile (vPvM) Eigenschaften.

In ihrer Präambel zur Überarbeitung weist die Kommission auf die Notwendigkeit hin, sich durch die Einführung neuer Gefahrenklassen und Kriterien an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt anzupassen. Sie bezieht sich auf die Erfahrungen und Erkenntnisse bei der Identifizierung von Stoffen, die aufgrund ihrer endokrinschädlichen Eigenschaften bedenklich sind, sowie bei PBT-, vPvB-, PMT- und vPvM-Eigenschaften im Rahmen der REACH-Verordnung.

Im Entwurf des delegierten Rechtsakts wird ein aufgeschobenes Anwendungsdatum für die neuen Gefahrenklassen vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass die Lieferanten von Stoffen und Gemischen genug Zeit haben, sich an die neuen Einstufungs- und Kennzeichnungsvorschriften anzupassen. Es ist vorgesehen, dass Produkte, die vor Ablauf der Aufschiebungsfrist in Verkehr gebracht werden, ohne Neueinstufung und Neukennzeichnung auf dem Markt bleiben können, um eine zusätzliche Belastung der Lieferanten zu vermeiden.

Nach der Konsultation im Oktober steht der weitere Zeitplan für die Verabschiedung durch die Kommission derzeit noch nicht. Entwürfe von Rechtstexten und öffentliche Stellungnahmen sind hier verfügbar.

 

EU-Umweltrecht – Überprüfung der Umsetzung 2022

Letzten Monat veröffentlichte die Europäische Kommission ihre dritte Überprüfung der Umsetzung des Umweltrechts (Environmental Implementation Review, EIR) – ein regelmäßiger Berichts- und Kooperationsmechanismus, der die Umsetzung der EU-Umweltvorschriften und -politik verbessern soll. Die ersten beiden Überprüfungen wurden 2017 bzw. 2019 vorgenommen.

Der EIR 2022 berichtet über die Fortschritte von 27 Ländern bei der Einhaltung der wichtigsten Umweltverpflichtungen und enthält ein Strategiepapier, in dem die gemeinsamen Herausforderungen und vorrangigen Maßnahmen für alle Länder aufgezeigt werden.

Folgende Abschnitte sind für Kunden der Landbell Group von besonderem Interesse:

·       3.1. Kreislaufwirtschaft und Abfallmanagement sowie

·       3.3. Auf dem Weg zu „Zero Pollution“ mit einem speziellen Abschnitt über Chemikalien.

Ausführlichere Informationen über den Abschnitt Chemikalien finden Sie im H2 Compliance- Newsletter. Den Artikel können Sie hier lesen.

 

 


Circular Economy - Veränderungen weltweit im November

Circular Economy - Veränderungen weltweit im November

Kanada verbietet Einwegkunststoffprodukte

Im Rahmen ihrer „Zero Plastic Waste Strategy for 2030“ hat die kanadische Regierung im Juni die Single-Use Plastics Prohibition Regulation (SUPPR) veröffentlicht. Demnach ist die Herstellung, die Einfuhr und der Verkauf von sechs Einwegkunststoffprodukten in Kanada ab dem 20. Dezember 2022 verboten.

Geltungsbereich:

  • Einkaufstaschen, in denen gekaufte Waren transportiert werden und die dem Kunden in der Regel an der Verkaufsstelle ausgehändigt werden;
  • Besteck, einschließlich Messer, Gabeln, Löffel, Göffeln und Essstäbchen;
  • Lebensmittelgeschirr, das zum Servieren oder Transportieren von verzehrfertigen Lebensmitteln oder Getränken bestimmt ist, aus Muschelschalen, Deckelbehältern, Schachteln, Tassen, Tellern oder Schüsseln besteht und expandierten oder extrudierten Polystyrolschaum, Polyvinylchlorid, Ruß oder einen oxo-abbaubaren Kunststoff enthält;
  • Ringträger, flexibel und dazu bestimmt, Getränkebehälter zu umschließen, um sie zusammen zu tragen;
  • Rührstäbchen zum Umrühren oder Mischen von Getränken oder um zu verhindern, dass ein Getränk aus dem Deckel des Behälters verschüttet wird;
  • Strohhalme, einschließlich gerader Trinkhalme und flexibler Strohhalme, die einen gewellten Abschnitt haben, der es dem Strohhalm ermöglicht, sich zu biegen, und die mit Getränkebehältern (z. B. Saftboxen und -beuteln) verpackt sind.

Flexible Einweg-Plastikstrohhalme, die nicht mit Getränkebehältern verpackt sind, sind unter bestimmten Bedingungen von den Verboten ausgenommen.

Zeitplan:

Um der Industrie die Möglichkeit zu geben, sich auf die SUPPR-Anforderungen einzustellen, hat die Regierung eine schrittweise Einführung von 2022 bis 2025 festgelegt.

Ab 20. Dezember 2022: Die Herstellung und Einfuhr von Einkaufstaschen, Besteck, Geschirr für die Gastronomie, Rührstäbchen und Strohhalmen zum Verkauf in Kanada ist untersagt. Ab dem 20. Dezember 2023 wird der Verkauf dieser Produkte verboten sein.

Ab 20. Juni 2024: Die Herstellung, die Einfuhr zum Verkauf und der Verkauf aller sechs Einweg-Kunststoffprodukte in Kanada ist verboten.

 

Pläne für EPR für Textilien werden konkreter

Ende März veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien, mit der der Markt für nachhaltige Textilien in Europa gestärkt und deren ökologischer Fußabdruck gesenkt werden sollte. Ein halbes Jahr später werden die Pläne langsam konkreter.

Aktuell arbeitet die Kommission an einer Folgenabschätzung zur Bewertung verschiedener Maßnahmen. Dazu zählt unter anderem die Einführung einer EU-weiten, verpflichtenden erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien. Diese könnte z.B. zum Ziel haben, die Sammlung von Alttextilien zu erhöhen, deren Recycling zu verbessern oder die Abfallvermeidung anzuregen. Unklar ist aktuell noch, welche Art von Textilien am Ende von den Regelungen betroffen sein werden, also z.B. nur Kleidung oder auch andere Textilien wie Haushaltstextilien, Teppiche oder Matratzen.

Die neuen Vorgaben für Textilien sollen Einzug in die Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie finden, die für das zweite Quartal 2023 erwartet wird. Bereits Mitte Dezember soll der Legislativvorschlag dem Ausschuss für Regulierungskontrolle vorgelegt werden.

 

Mitgliedsstaaten drohen Sanktionen wegen fehlender Umsetzung der SUP-Richtlinie

Die Europäische Kommission hat angekündigt, aufgrund von Versäumnissen bei der Umsetzung der Richtlinie über Einwegkunststoffe (SUP-Richtlinie) rechtliche Schritte gegen elf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einzuleiten. Bei den betroffenen Staaten handelt es sich um Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Estland, Irland, Kroatien, Lettland, Polen, Portugal und Slowenien.

Die SUP-Richtlinie ist bereits seit dem Jahr 2019 in Kraft. Seitdem hatten die Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen. Die genannten Staaten haben dies nach Auffassung der Kommission allerdings in nicht ausreichendem Maße getan. Als Folge kann die Kommission nun dem Europäischen Gerichtshof die Verhängung finanzieller Sanktionen vorschlagen. Zuvor hatte die Kommission eine zweimonatige Frist für das Ergänzen entsprechender Maßnahmen gewährt.

Die SUP-Richtlinie ist ein wesentliches Element der Kunststoffstrategie der Kommission und des ersten Circular Economy Action Plans. Sie sieht unter anderem ein Inverkehrbringungsverbot für bestimmte Einwegkunststoffprodukte sowie jegliche Artikel aus oxo-abbaubaren Kunststoffen vor und soll dazu beitragen, den Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt zu verringern.

 

USA sucht Verbündete für neues globales Abkommen zur Plastikverschmutzung

Die Vereinigten Staaten planen eine neue Allianz für ein globales Abkommen zur Plastikverschmutzung. Zuvor hatten im August bereits 20 Nationen, darunter auch mehrere G7-Staaten wie Deutschland und Frankreich, eine High Ambition Coalition To End Plastic Pollution (HAC) gegründet. Diese setzt sich dafür ein, die globale Plastikverschmutzung bis zum Jahr 2040 zu beenden und entsprechende rechtsverbindliche globale Instrumente zu schaffen.

Die amerikanische Allianz soll im Vergleich zu diesem Bündnis eine nationalstaatliche Lösung nach dem Vorbild des Pariser Klimaabkommens vorantreiben. Eingeladen, der Allianz beizutreten, haben die USA unter anderem Australien und Japan. Die US-geführte Allianz soll vor oder während der ersten Verhandlungsrunde der HAC gegründet werden, die am 28. November in Uruguay stattfinden wird.

Umweltorganisationen kritisieren den amerikanischen Vorstoß, da dieser einer globalen Initiative im Wege stehen könnte.


Fokus auf...Jordanien

Fokus auf...Jordanien

Wichtige Änderungen für Verpackungshersteller bis 2024

Am 16. August 2022 sind in Jordanien zwei neue Abfallwirtschaftsgesetze in Kraft getreten. Diese sollen den Weg für die Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) bis zum Jahr 2024 ebnen.

Das Gesetz Nr. 44 über Systeme zur Bewirtschaftung ungefährlicher fester Abfälle enthält neue Vorschriften für die getrennte Sammlung, den Transport und die Behandlung fester Abfälle. Es hebt auch das frühere Gesetz über die Bewirtschaftung fester Abfälle auf.

Gemäß Artikel 4 des Gesetzes soll das Ministerium in Abstimmung mit den zuständigen Behörden einen Plan zur schrittweisen Verringerung der Herstellung, Verwendung und Einfuhr von Einwegverpackungen, inklusive Einkaufstüten, ausarbeiten.

Mit den Richtlinien zur Einführung eines nationalen Systems zur erweiterten Herstellerverantwortung wird das Prinzip für Verpackungsabfälle eingeführt. Diese Vorschriften gelten für Hersteller und Importeure von Fertigmaterialien und Waren, bei denen Verpackungsabfälle anfallen, sowie für Hersteller und Lieferanten von Produkten, die in Serviceverpackungen verpackt sind und direkt an Verbraucher verkauft werden.

Die Richtlinien enthalten bisher weder Finanz- und Rücknahmeverpflichtungen noch Sammel- und Recyclingziele, da die EPR bis Ende Dezember 2023 freiwillig ist.

Danach gelten die Verpflichtungen für Hersteller und Importeure, die bestimmte Mengen- oder Umsatzschwellen überschreiten. Hersteller müssen ihre EPR-Verpflichtungen durch eine Umweltgebühr erfüllen, die aktuell noch von einem Ausschuss geprüft wird.

Jordanien ist eines der Länder, die Landbell Group in ihrem Regulatoy Tracking Service abdeckt. Weitere Informationen zu diesem Service finden Sie hier.


LANDBELL erreicht Closed Loop für Kunststoff-Lebensmittelverpackungen

LANDBELL erreicht Closed Loop für Kunststoff-Lebensmittelverpackungen

In einem innovativen Recycling-Projekt hat LANDBELL gemeinsam mit ihren Partnern SABIC und Mars den Kreislauf für Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff geschlossen

19. Oktober 2022: In einer wegweisenden gemeinsamen Initiative führender Unternehmen verschiedener Branchen ist LANDBELL der Durchbruch beim hochwertigen Recycling von Kunststoff-Lebensmittelverpackungen gelungen. Gemeinsam mit SABIC, einem führenden Chemie-Unternehmen, und Mars, einem weltweit führenden Hersteller von Süßwaren, Lebensmitteln und Tiernahrung, hatte sich der Mainzer Umwelt Compliance-Spezialist bereits Ende 2020 zu einem innovativen Recycling-Projekt zusammengeschlossen. Das Ziel: Schwer zu recycelnde Kunststoffverpackungen aus der gelben Tonne, die im mechanischen Recycling nur verbrannt oder minderwertig recycelt werden können, durch chemisches Recycling in Lebensmittel-Verpackungen zurückzuführen und so diesen anspruchsvollen Kreislauf hochwertig zu schließen. Nach mehr als 20 Monaten intensiver gemeinschaftlicher Projektarbeit melden die Partner Vollzug: In den kommenden Wochen wird Mars recyceltes Verpackungsmaterial, das von Landbell gesammelt und von SABIC zu zertifiziertem Polypropylen (PP) aufbereitet wurde, in den Verpackungen seiner Snackriegelmarke KIND® einsetzen.

Das zertifizierte Rezyklat in Lebensmittelqualität wird durch das Recycling von minder-wertigen, gebrauchten Mischkunststoffen aus Verpackungsabfällen gewonnen. Durch das sogenannte Pyrolyse-Verfahren kann gebrauchter Mischkunststoff auf molekularer Ebene wiederverwertet werden. Bei dieser Technologie wird der Kunststoff in einer sauerstoff-freien Umgebung auf sehr hohe Temperaturen erhitzt und aufgespalten, wodurch Pyrolyseöl entsteht. SABIC verwendet das in diesem Prozess gewonnene Pyrolyseöl wie einen fossilen Rohstoff. Damit können neue Verpackungen und Produkte erzeugt werden, die strengste Qualitätsanforderungen, wie etwa bestimmte Hygienestandards für Lebensmittelver-packungen, erfüllen.

"Gebrauchte Mischkunststoffe aus flexiblen Verbraucherverpackungen lassen sich nur schwer sortieren und mechanisch recyceln", sagt Uwe Echteler, Chief Operating Officer der LANDBELL Group. "Wie dieses Closed Loop-Projekt zeigt, können wir dennoch effektive, fortschrittliche Recyclinglösungen anbieten. Dadurch ermöglichen wir es Kunststoff- und Verpackungsherstellern sowie Markenartikelherstellern, gebrauchte Mischkunststoffe hochwertig wiederzuverwerten sowie gleichzeitig den Verbrauch fossiler Ressourcen zu reduzieren und ihre CO2-Bilanz zu verbessern."

"Wir freuen uns sehr über dieses bahnbrechende Closed Loop-Recyclingprojekt, das die Machbarkeit und Geschwindigkeit in der Umsetzung von innovativen Kreislauflösungen für Kunststoffe demonstriert, wenn führende Akteure aus der gesamten Wertschöpfungskette eng zusammenarbeiten", fügt Lada Kurelec, General Manager PP, PET, PS, PVC, PU & Elastomers Businesses for Petrochemicals bei SABIC, hinzu. "Gebrauchte flexible Verpackungen haben einen hohen Rohstoffwert für neue Materialien und unsere TRUCIRCLE-Polymere und -Dienstleistungen sind ein maßgeblicher Faktor, um dieses enorme Potenzial zu erschließen."

"Mars will zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen, in der Verpackungsmaterial nicht einfach zu Abfall wird, sondern recycelt, wiederverwendet oder kompostiert wird. Dafür brauchen wir neue Lösungen und Infrastrukturen, die die Recyclinglandschaft verändern und das mechanische Recycling ergänzen", fügt Barry Parkin, Chief Procurement & Sustainability Officer bei Mars, hinzu. "Der heutige Tag ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg zu nachhaltigen Verpackungen und in unserer Zusammenarbeit mit Partnern wie SABIC, die neue Möglichkeiten schaffen, um den Verbrauchern Verpackungen anzubieten, die auf Kreislaufwirtschaft ausgelegt sind.

 

Kontakt

Dr. Raffaela David
Head of Marketing & PR

E-Mail: r.david@landbellgroup.com

Phone: +49 152 56 405 723

 


Fristverlängerung für Online-Marktplätze und Fullfillment-Dienstleister

Fristverlängerung für Online-Marktplätze und Fulfillment-Dienstleister

Übergangsfrist für neue Prüfpflicht im ElektroG soll verlängert werden

Betreiber elektronischer Marktplätze und Fulfillment-Dienstleister sind in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet zu überprüfen, ob Hersteller bzw. deren Bevollmächtigte ordnungsgemäß registriert sind. Andernfalls dürfen sie das Anbieten auf dem Marktplatz nicht ermöglichen bzw. keine Fulfillment-Dienstleistungen erbringen. Bisher war für diese Pflicht eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2023 vorgesehen, die aber nun um sechs Monate bis zum 1. Juli 2023 verlängert werden soll. Eine entsprechende Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) hat die Bundesregierung im August auf den Weg gebracht.

Hintergrund der Verlängerung der Übergangsfrist ist laut Bundesregierung der starke Anstieg von Benennungen und Registrierungen von Bevollmächtigten bei der zuständigen Behörde Stiftung Elektro-Altgeräte Register (ear). Diese ist auf Grund von Kapazitätsengpässen nicht in der Lage, alle Anträge rechtzeitig zu bearbeiten. Um allen Akteuren ein rechtskonformes Verhalten ermöglichen zu können, soll die Frist deshalb verlängert werden.

Der Gesetzentwurf der Bundessregierung muss noch vom Bundestag beschlossen werden.